Der Benecke

Das Verhältnis von Moral und Alkohol

Alkohol macht locker. Kein Wunder also, dass vor wichtigen Ereignisse oder bei Blind Dates Einige gerne mal zur Flasche greifen. Doch Hochprozentiges macht nicht nur gesprächig und wirkt beruhigend, sondern scheint bei manchen Menschen auch unschöne Charakterzüge hervorzubringen. Anstatt ausgelassen und vergnügt zu sein, werden einige werden aggressiv, haben sich nicht mehr unter Kontrolle. Sie entwickeln einen sogenannte „Suff-Charakter“. Das ist schon gut dokumentiert. Nun haben Forscher der University of Plymout in Großbritannien herausgefunden, dass Alkohol nicht unbedingt für unser unmoralisches Verhalten verantwortlich ist. Denn der Konsum von Alkohol beeinträchtigt zwar unser Einfühlungsvermögen, doch nicht unsere moralischen Standards, nach denen wir unterscheiden, was richtig und was falsch ist. Wie das zusammen passt, erklärt Dr. Mark Benecke.

Eine junge Frau mit einer Flasche Alkohol © imago/Bernd Friedel
4 Min. | 31.8.2019