Der Benecke

Spinnen, die sich die Beine ausreißen

Das Sexualverhalten von Spinnen lässt sich allgemein mit den Wörtern skuril und ambivalent wohl recht gut beschreiben: Unmittelbar nach der Befruchtung kommt es oft zum Kannibalismus, meist wird dieser vom Weibchen am Männchen verübt. Um sich vor den tödlichen Attacken der Weibchen zu schützen, haben die männlichen Büschelweberspinnen eine ausgefallene Überlebensstrategie entwickelt: Bevor sie das Weibchen befruchten, opfern sie diesem ihre Beine. Einerseits wird das Weibchen so besänftigt, andererseits erhöhen die Männchen so ihre Chance, den Geschlechtsakt zu überleben und haben die Möglichkeit, das Weibchen mehrfach zu befruchten.

6 Min. | 29.2.2020