Der Tag

Das Tier und wir: Wildnis als Gefahr | Hintergrund zur Übertragung von Viren

Wie war das noch, welchem Viehzeug sollen wir die Corona-Epidemie verdanken? Dem Schuppentier? Von einer Schlange war auch schon mal die Rede. Oder war es wieder eine Fledermaus, wie beim Ebola-Virus in Afrika oder möglicherweise auch bei der ersten Corona-Pandemie vor inzwischen 18 Jahren, uns allen noch bekannt als SARS? Jedenfalls sind die Viren in den wilden Tieren offenbar von Übel. Und wenn man wilde Tiere isst, wie das die Chinesen tun und die Afrikaner, dann - zack - hat man das Virus und die Epidemie. Warum funktioniert das dann mit Hirsch und Reh und Wildschwein nicht? Weil wir hier nicht in den Tropen leben. Liegt Wuhan in den Tropen? Natürlich nicht. Also wie ist das nun mit den Zoonosen, mit den Krankheiten, die vom Tier zum Menschen übertragen werden? Sind sie der Ursprung der Epidemien und letztlich der Pandemien und vieltausendfachen Todes? Müssen wir deshalb Wildfleisch meiden und uns raushalten aus der Wildnis? Den Tieren würde das sehr gefallen, den Artenschützern unter den Menschen auch. Aber was ist dann mit den Krankheiten unserer Nutztiere, was ist, wenn das Influenza-Virus der Vögel mutiert und von der Geflügelpest zur Vogelgrippe wird und uns Menschen befällt? Könnte die nächste Epidemie dann aus der Hähnchenmast kommen?

Ein Pangolin.
52 Min. | 25.3.2020