Der zweite Gedanke

Macht und Freiheit - 2. Brandenburgische Gespräche

Die Debatte mit Natascha Freundel, Jan-Werner Müller und Karl Schlögel Eine Koproduktion von rbbKultur und Staatstheater Cottbus Auf die Frage, was Freiheit für sie sei, sagte die Jazz-Sängerin und Bürgerrechtsaktivistin Nina Simone: "keine Angst zu haben". Der in Princeton lehrende Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller plädiert für einen neuen Liberalismus, der dafür sorgt, dass Menschen ohne Angst und Gewalt leben können. Davon ist die Machtpolitik in Russland und Belarus weit entfernt, betont der Osteuropa-Historiker Karl Schlögel. In den USA hat der Trumpismus gezeigt, dass demokratische Strukturen geziehlt ausgehebelt werden können, meint Jan-Werner Müller. Und worauf stützen sich Macht und Freiheit in Deutschland, wenn nicht nur die Covid-Pandemie unabsehbare Veränderungen mit sich bringt? Ein Abend im Staatstheater Cottbus im Rahmen der Brandenburgischen Gespräche. Karl Schlögel: "Wer es fertigbrächte zu beschreiben, was Macht in Russland ist, der sollte irgendwie einen ganz besonderen, tollen Großen Preis bekommen." Jan-Werner Müller: "Das Problem fängt damit an, dass Leute, die eigentlich Konfliktpartner sein sollen, sich gegenseitig die Legitimität absprechen. Das ist die Entwicklung, die wir in den USA gesehen haben."

Brandenburgische Gespräche im Staatstheater Cottbus am 15.03.2021 © rbb
45 Min. | 17.3.2021