Abhörtechnik der Stasi, darunter verschiedene Wanzen und eine Kugelschreiberwanze. Bestände aus dem "Archiv der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR" in Berlin
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Stasi-Mitarbeiter installieren eine Wanze in einer Wohnung

Archivradio - Geschichte im Original · 16.06.2020 · 7 Min.
Abhörtechnik der Stasi, darunter verschiedene Wanzen und eine Kugelschreiberwanze. Bestände aus dem "Archiv der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR" in Berlin
Erscheinungsdatum
16.06.2020
Rubrik
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Podcast

Januar 1990 | Die Aufnahme ist "typisch Stasi": Die Kontrolle der Staatsorgane geht so weit, dass man sich beim Installieren von Abhörmikrofonen selbst abhört. Bemerkenswert auch: Die Aufnahme stammt aus der HVA, also der Abteilung für Auslandsspionage. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass diese Wanze in einem Bundesrepublikanischen Haus installiert wurde. Laut Erschließungsakte wird das Band auf Januar 1990 datiert. Also aus der Zeit nach dem Mauerfall, das zeigt, dass der Auslandsgeheimdienst der Stasi bis zur Wiedervereinigung weiter aktiv war. Die Aufnahme besteht praktisch nur aus Geräuschen. Am Anhang hört man noch eine Stimme, ansonsten nur, wie verschiedene Frequenzbereiche und Kanäle getestet werden. Im Original enthält diese Aufnahme auch einige Stellen, wo ein Agent und eine Agentin sich unterhalten und am Schluss sogar eine - vermutlich - Vase zertrümmern. Diese Passagen dürfen wir aus Gründen des Persönlichkeitsrechts nicht veröffentlichen.