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MDR SACHSEN-ANHALT

HFC-Torwart Sven Müller: "Das war ich dem kleinen Sven schuldig"

Badkurvenversteher – der HFC-Podcast · 09.12.2020 · 53 Min.
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Erscheinungsdatum
09.12.2020
Rubrik
Sender
Sendung

Bei der Niederlage gegen Verl erlebte Sven Müller sein erstes kleines Jubiläum für den Halleschen FC. Zum zehnten Mal stand er im Tor der Rot-Weißen, zu denen er im Sommer gewechselt ist. Zuvor war er in Karlsruhe und beim 1. FC Köln aktiv. Im Podcast lässt Müller die wichtigsten Momente seiner bisherigen Karriere Revue passieren. Zum Ende der Folge stellt er sich einigen sehr bunten Fragen von Fans und Weggefährten.Folge 14 des "Badkurvenverstehers" in der Übersicht:Der Teufelkreis der jungen Torhüter – ab Minute 2:30Beim HFC ist Sven Müller zum ersten Mal Stammtorwart einer Profimannschaft. Der Weg dorthin war lang und schwierig. Auch sein früherer Jugendtrainer Boris Schommers, der zuletzt den 1. FC Kaiserslautern trainierte, sieht einen Teufelskreis. Im Gespräch mit liga-drei.de sagte er: "Wer nicht spielt, kann nicht beweisen, dass er gut genug oder sogar besser ist. Schlimmer noch: Bei Torhütern ohne Matchpraxis erleben wir häufig, dass Rhythmus, Timing und Selbstvertrauen abhandenkommen."Im Podcast erzählt Sven Müller, wie es ihm gelang, diesen Teufelkreis zu durchbrechen.Zwischen Abwehrmauer und Schießbude – ab Minute 10:45Nach seinem Wechsel nach Halle fand sich Sven Müller jedoch erneut auf der Bank wieder. Wie schon in Köln und Karlsruhe. Doch überrascht hat ihn das nicht, erzählt er im Podcast: "Ich bin eine Woche vor Meisterschaftsbeginn gekommen und hatte nicht viel Zeit, mich zu zeigen. Der Trainer hat mir dann gesagt, dass ich erstmal die Nummer 2 bin – dass diese Entscheidung aber nicht endgültig ist." Müller lebte sich schnell in Halle ein und zeigte im Training starke Leistungen. Das wurde belohnt. Denn bald darauf bekam er seine Chance – und nutzte sie. Im weiteren Gespräch schildert der Torwart, wo er seine Stärken sieht und warum er während eines Spiels die ganze Zeit laut herumschreit. Und er versucht zu erklären, warum der HFC zwar eigentlich gut verteidigt, aber trotzdem ein schlechtes Torverhältnis hat. Europacupreisen mit dem FC und ein Nachmittag in Wolfsburg – ab Minute 36:30Müller wurde in Köln geboren und spielte für den FC, seitdem er acht Jahre alt war. Schließlich schaffte er es tatsächlich zu den Profis und kam im September 2016 zu seinem bislang einzigen Bundesligaeinsatz. Bei der Partie in Wolfsburg ging für Sven Müller ein Traum in Erfüllung: "Ich kann mich an jedes Detail in der Woche davor erinnern – ab dem Zeitpunkt, als mir gesagt wurde, dass ich spielen werde. Seit der U8 habe ich davon geträumt, für den Herzensclub aufzulaufen. Das ist an dem Tag in Erfüllung gegangen."Doch in Köln kam Müller nicht an Timo Horn vorbei, der zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft gehört. Und auch in Karlsruhe blieb ihm später der Durchbruch verwehrt. Dort belastete ihn zusätzlich auch noch eine langwierige Verletzung. Doch Müller gab nicht auf und arbeitete weiter hart daran, sich seinen Profitraum zu erfüllen. "Das war ich meinem achtjährigen Ich einfach schuldig", sagt er heute.Facebookgruppe zum PodcastProduziert