Der zweite Gedanke · Israel - Kritik und Utopie

Sperrmauer mit Graffito von Banksy © Hartmut Pöstges/imageBroker/dpa
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Israel - Kritik und Utopie

Der zweite Gedanke · 11.11.2020 · 33 Min.
Sperrmauer mit Graffito von Banksy © Hartmut Pöstges/imageBroker/dpa
Erscheinungsdatum
11.11.2020
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Die Debatte mit Natascha Freundel, Omri Boehm und Daniel Cohn-Bendit In Deutschland müsse viel offener und viel kritischer über die israelische Politik diskutiert werden, meint der Philosoph Omri Boehm. Sein Buch "Israel - eine Utopie" ist zuerst auf Deutsch erschienen: Gegen das offizielle Narrativ des Zionismus und das Phantom der Zweistaatenlösung schlägt er einen multiethnischen Staat mit gleichen Rechten für alle Bürger vor. Dany Cohn-Bendit, erfahren in Revolten und Realpolitik, ist skeptisch: "Es gibt so fantastische Leute in Israel, und trotzdem fragt man sich: warum ist die Mehrheit der Israelis so blind gegenüber dem Leid der Palästinenser." Cohn-Bendit, 75, hat einen Film über sein eigenes Judentum in Israel gedreht: "Wir sind alle deutsche Juden". Er lief erfolgreich in Frankreich, im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen wurde er noch nicht gezeigt. Omri Boehm: "Um Antisemitismus zu überwinden, brauchen wir mehr Vernunft. Und Vernunft gibt es nur dort, wo Menschen offen debattieren, im öffentlichen Raum." Omri Boehm: "Israel - eine Utopie", Propyläen Verlag 2020 Daniel Cohn-Bendit: "Wir sind alle deutsche Juden"; Dokumentarfilm, Regie: Niko Apel