Im Gespräch · Angriffe auf Journalisten bei Demos: Verband fordert mehr Zivilcourage in sozialen Medien

Teilnehmer halten auf einer Querdenken-Demo ein Schild hoch.
SWR Aktuell

Angriffe auf Journalisten bei Demos: Verband fordert mehr Zivilcourage in sozialen Medien

Im Gespräch · 02.08.2021 · 6 Min.
Teilnehmer halten auf einer Querdenken-Demo ein Schild hoch.
Erscheinungsdatum
02.08.2021
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Nach Angriffen gegen den Funktionär einer Journalistengewerkschaft bei der gestrigen Querdenken-Demo in Berlin hat der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Frank Überall, Journalisten zum Zusammenhalt aufgerufen. Der Angriff mache ihn fassungslos, sagte er. Journalistinnen und Journalisten schlage zunehmend eine dramatische Feindseligkeit entgegen, besonders bei Demonstrationen der Querdenken-Bewegung: "Das ist ja die Strategie: Man will einschüchtern." Mehr möglichen Schutz durch die Polizei sehe er hierbei aber als zweischneidiges Schwert - denn dann könnten sich Reporterinnen und Reporter vor Ort nur noch eingeschränkt bewegen. Wichtiger sei ein gesellschaftliches Umdenken: Vertreter seiner Branche müssten klar machen, was sie für die Gesellschaft leisteten. Und dabei müsse man auch die sozialen Netzwerke als Nährboden für Gewalt in den Blick nehmen. Was genau man dort tun könne, erklärte Überall weiter im Gespräch mit SWR-Moderator Bernhard Seiler.