Im Gespräch · Beschäftigungsforscherin: "Viele haben die Nase vom Homeoffice voll"

Ein zweijähriges Kind klettert auf einen Stuhl neben seiner Mutter, die Zuhause im Homeoffice an einem Laptop arbeitet
SWR Aktuell

Beschäftigungsforscherin: "Viele haben die Nase vom Homeoffice voll"

Im Gespräch · 20.01.2021 · 4 Min.
Ein zweijähriges Kind klettert auf einen Stuhl neben seiner Mutter, die Zuhause im Homeoffice an einem Laptop arbeitet
Erscheinungsdatum
20.01.2021
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Die Direktorin des Ludwigshafener Instituts für Beschäftigung und Employability, Jutta Rump, begrüßt die von Bund und Ländern getroffene Vereinbarung beim Homeoffice. Es wird nicht verpflichtend gemacht. Betriebe, die ihren Beschäftigten kein Homeoffice anbieten, müssen das aber begründen. Rump sagte SWR Aktuell, sie sei keine Freundin von Zwangsmaßnahmen, "aber angesichts der Entwicklungen denke ich mir, vielleicht ist es doch nicht schlecht." Der Anteil der Menschen im Homeoffice sei im Vergleich zur erste Corona-Welle im vergangenen Frühjahr deutlich zurückgegangen. "Wir haben festgestellt, dass die Unternehmen gelassener geworden sind. Menschen wollen auch zurück in die stationäre Arbeit. Sie haben die Nase voll vom Homeoffice." Das habe dazu geführt, dass das Mittel des Homeoffice bei steigenden Infektionszahlen nicht mehr wirke. Deshalb habe sich die Politik gezwungen gesehen, härter durchzugreifen, sagte Jutta Rump im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem.