Im Gespräch · Fachkonferenz zur Suche nach Atommüll-Endlager: Warum Bürger-Beteiligung wichtig ist

Das Foto zeigt gelbe Atommüllfässer mit dem Symbol für Radioaktivität
SWR Aktuell

Fachkonferenz zur Suche nach Atommüll-Endlager: Warum Bürger-Beteiligung wichtig ist

Im Gespräch · 06.08.2021 · 4 Min.
Das Foto zeigt gelbe Atommüllfässer mit dem Symbol für Radioaktivität
Erscheinungsdatum
06.08.2021
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Auf der Suche nach einem Atommüll-Endlager startet heute die dritte und letzte Fachkonferenz. Umweltverbände äußerten massive Kritik am Verfahren. Eine breite gesellschaftliche Beteiligung ist aus Sicht des BUND vorerst gescheitert. Aus Protest nehmen BUND-Ehrenamtliche nicht mehr teil. Miranda Schreurs, Umweltwissenschaftlerin und Vorsitzende des Nationalen Begleitgremiums, betont, es gebe unterschiedliche Vorstellungen, welche Rolle die Zivilgesellschaft spielen solle. Die Umweltverbände forderten ein basisdemokratisches Verfahren. Die Verbände sagten: "Es soll ein selbstorganisiertes Fachformat in der Zukunft stattfinden." Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung bevorzuge einen Runden Tisch mit weniger Teilnehmern. Nur eine sehr begrenzte Zahl solle aus den Reihen der Zivilgesellschaft kommen. Bei der kontrovers diskutierten Atommüll-Endlager-Suche ist es für die Umweltwissenschaftlerin von Bedeutung, dass für die Zukunft ein Verfahren mit "breiter öffentlicher Beteiligung" gefunden wird. Sie hoffe, dass das auf der Fachkonferenz heute und morgen gelingen werde. Warum die Bürgerschaft ihrer Meinung nach viel Ahnung vom Thema Atommüll-Endlager hat, erläutert sie im Gespräch mit SWR-Aktuell-Moderator Arne Wiechern.