Im Gespräch · Impfen von Kindern und Jugendlichen: Stiko-Empfehlung ersetzt keine Risiko-Aufklärung

Ein Kinder- und Jugendarzt drückt ein Abtupftuch an die Stelle, an der eine junge Frau mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer geimpft wurde
SWR Aktuell

Impfen von Kindern und Jugendlichen: Stiko-Empfehlung ersetzt keine Risiko-Aufklärung

Im Gespräch · 03.08.2021 · 5 Min.
Ein Kinder- und Jugendarzt drückt ein Abtupftuch an die Stelle, an der eine junge Frau mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer geimpft wurde
Erscheinungsdatum
03.08.2021
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Der Vorsitzenden des Verbands der Kinder- und Jugendärzte Baden-Württemberg, Dr. Roland Fressle sieht keinen Widerspruch zwischen der Entscheidung der Gesundheitsminister der Länder, Jugendliche ab 12 Jahren impfen zu lassen und der Haltung der Ständigen Impfkommission, die eine Corona-Impfung in dieser Altersgruppe bislang nicht generell empfiehlt. Fressle sagte im SWR: "Ich sehe keinen Konflikt, weil wir die Aufklärung ja trotzdem machen müssen, egal ob eine Stiko-Empfehlung vorliegt, oder nicht." Eine Stiko-Empfehlung würde nach Ansicht des Mediziners die Impfung der unter-16-Jährigen zwar erleichtern. Allerdings sei nach wie vor zu wenig über Komplikationen bekannt. Zugleich gebe es in dieser Altersgruppe kaum schwere Krankheitsverläufe. "Das müssen die Eltern und Jugendlichen abwägen. Diese Entscheidung kann ihnen nicht die Politik abnehmen und auch nicht die Stiko", sagte Dr. Fressle im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderator Pascal Lechler.