Im Gespräch · Kein Vorrang beim Impfen - Hausärzte fühlen sich von der Politik im Stich gelassen

Ein Facharzt für Allgemeinmedizin nimmt bei einer Patientin einen Rachenabstrich für einen Covid-19 Schnelltest
SWR Aktuell

Kein Vorrang beim Impfen - Hausärzte fühlen sich von der Politik im Stich gelassen

Im Gespräch · 18.12.2020 · 3 Min.
Ein Facharzt für Allgemeinmedizin nimmt bei einer Patientin einen Rachenabstrich für einen Covid-19 Schnelltest
Erscheinungsdatum
18.12.2020
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Der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg, Dr. Berthold Dietsche kritisiert, dass Hausärzte nicht vorrangig geimpft werden sollen. Dietsche sagte SWR Aktuell, er habe seinen Augen nicht trauen wollen, als er die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission gelesen habe. "Man muss sich darüber im Klaren sein, dass Hausärztinnen und Hausärzte seit neun Monaten an der vordersten Front der Corona-Bekämpfung stehen." Dadurch hätten Sie von früh bis spät Kontakt mit teils hochinfektiösen Erkrankten. Von der Politik fühlt sich Hausarzt Dietsche schon seit Monaten allein gelassen: "Wir hatten im März keine Schutzausrüstung, keine vernünftigen Informationen und würden ständig mit neuen Verordnungen konfrontiert." Wie mit den Hausärzten umgegangen werde, sei skandalös, findet Dietsche: "Das ist der einzige Ausdruck, der mir dafür einfällt", sagte Dietsche SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck.