Im Gespräch · Klimaforscherin: "Wir müssen die Hitzewelle in Kanada als ganz starke Warnung verstehen"

Ein Landwirt erntet Kartoffeln auf einem staubtrockenen Feld in der Region Hannover.
SWR Aktuell

Klimaforscherin: "Wir müssen die Hitzewelle in Kanada als ganz starke Warnung verstehen"

Im Gespräch · 08.07.2021 · 4 Min.
Ein Landwirt erntet Kartoffeln auf einem staubtrockenen Feld in der Region Hannover.
Erscheinungsdatum
08.07.2021
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Die Extremhitze im Westen der USA und Kanada wäre ohne den Klimawandel fast unmöglich gewesen - das hat eine aktuelle Studie ergeben. Internationale Forscher fanden heraus, dass die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung diese Hitzewelle 150 Mal wahrscheinlicher gemacht hat. Die Forscher warnen: Selbst wenn es uns gelingen würde, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, müssten wir in Zukunft etwa alle fünf bis zehn Jahre mit einer solchen Hitzewelle rechnen. Friederike Otto, stellvertretende Direktorin des Environmental Change Institute der University of Oxford, ist eine der Autorinnen der Studie. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler erklärt sie, warum Hitzewellen die tödlichsten Formen des Klimawandels sind und was Deutschland in dieser Hinsicht in den kommenden Jahren erwartet.