Warnstreiks von Verdi im ÖPNV
SWR Aktuell

Kommunale Arbeitgeber: Verdi hätte auch bei Angebot gestreikt

Im Gespräch | 29.09.2020 | 5 Min.
Warnstreiks von Verdi im ÖPNV
Erscheinungsdatum
29.09.2020
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Der Hauptgeschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbands Baden-Württemberg, Joachim Wollensak, hat mit scharfer Kritik auf den Streik im ÖPNV reagiert: "Auch ein Angebot hätte einen Streik nicht verhindert, da Verdi bei jedem Angebot der Arbeitgeber sagt, es sei zu wenig und deswegen müsse man streiken," sagte Wollensak im Radioprogramm von SWR Aktuell. Wollensak kritisierte auch die Höhe der Forderungen. Nach seinen Worten würde es sich um eine Steigerung von 25% im Manteltarifvertrag Baden-Württemberg im Bezirkstarifvertrag Nahverkehr handeln. "Wo dieses Geld herkommen soll, ist uns nicht nachvollziehbar." Die Forderungen seien offensichtlich vor der Krise aufgestellt worden, "aber wir sind in einer Wirtschaftskrise, und da erwarten wir Realität von den Gewerkschaften." Die Unternehmen kämen durch die Rettungsschirme gerade so über die Runden aber wie es in 2021 und 2022 aussehe, lasse sich nicht absehen, so Wollensak.

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