Im Gespräch · Nach BGH-Urteil zu Bank-AGBs: So bekommen Kunden zu viel gezahlte Gebühren zurück

Ein Kugelschreiber liegt auf der ersten Seite der Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der Postbank.
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Nach BGH-Urteil zu Bank-AGBs: So bekommen Kunden zu viel gezahlte Gebühren zurück

Im Gespräch · 05.05.2021 · 2 Min.
Ein Kugelschreiber liegt auf der ersten Seite der Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der Postbank.
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05.05.2021
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Es ist eine gute Nachricht für Bank-Kunden, die in den vergangenen Jahren Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen stillschweigend akzeptiert haben. Häufig gingen mit den neuen AGB Gebührenerhöhungen einher. Das geht so pauschal nicht, entschied der Bundesgerichtshof (BGH). Deshalb bedeutet das Urteil, dass alle AGB, die ohne das ausdrückliche Einverständnis von Kundinnen und Kunden geändert wurden, nichtig sind. "Ich kann das Geld inklusive Zinsen zurückverlangen", sagt Said Sulilatu vom Geldratgeber "Finanztip". Da Kreditinstitute die zu viel gezahlten Gebühren mit rund vier Prozent verzinsen müssten, könne sich das lohnen. Außerdem gelte das BGH-Urteil rückwirkend bis zum 1. Januar 2018. Wieviel Zeit man jetzt hat, um die Forderungen geltend zu machen, erläutert der Finanzexperte im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Alina Braun.