Im Gespräch · SPD-Vize-Chef Kühnert: "Mein Herz hüpft nicht höher, bei der Vorstellung einer Dreier-Koalition"

Kevin Kühnert, stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender, nimmt am Abschluss des Digitalen SPD-Zukunftscamps im Willy-Brandt-Haus an einer Debatte teil.
SWR Aktuell

SPD-Vize-Chef Kühnert: "Mein Herz hüpft nicht höher, bei der Vorstellung einer Dreier-Koalition"

Im Gespräch · 30.08.2021 · 6 Min.
Kevin Kühnert, stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender, nimmt am Abschluss des Digitalen SPD-Zukunftscamps im Willy-Brandt-Haus an einer Debatte teil.
Erscheinungsdatum
30.08.2021
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Der stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Kevin Kühnert, hält ein rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl für nicht erstrebenswert, schließt eine solche Koalition aber auch nicht pauschal aus. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll sagte er: "Das schließen wir schon seit vielen Jahren nicht mehr aus. Das heißt aber nicht, dass sich daraus irgendein Automatismus ergibt." Es habe schon mal eine rot-rot-grüne Mehrheit im Bundestag gegeben. Diese sei jedoch ausdrücklich nicht genutzt worden, da man inhaltlich nicht zueinandergekommen sei. "Ich halte dieses Bündnis auch nicht für etwas Erstrebenswertes. Die Grünen sind für uns die Partei, die uns am nächsten steht, auch für die Herausforderungen der Zeit, den sozialökologischen Umbau - und um ein bisschen krisenresistenter, auch in Zukunft zu werden - wären SPD und Grüne zwei Parteien, die sich nicht im Weg stehen, sondern gut ergänzen würden. Jede Partei darüber hinaus würde das sicherlich schwieriger machen. Deshalb hüpft mein Herz nicht höher, bei der Vorstellung daran, in welcher Dreier-Koalition auch immer wir arbeiten müssten."