Im Gespräch · Trümmer von chinesischer Rakete regnen zur Erde: Keine Gefahr für Deutschland

Die Kombination aus dem Kernmodul «Tianhe» der chinesischen Raumstation und der Langer-Marsch-5B-Y2-Rakete steht im Startbereich der Wenchang Spacecraft Launch Site in der südchinesischen Provinz Hainan
SWR Aktuell

Trümmer von chinesischer Rakete regnen zur Erde: Keine Gefahr für Deutschland

Im Gespräch · 05.05.2021 · 4 Min.
Die Kombination aus dem Kernmodul «Tianhe» der chinesischen Raumstation und der Langer-Marsch-5B-Y2-Rakete steht im Startbereich der Wenchang Spacecraft Launch Site in der südchinesischen Provinz Hainan
Erscheinungsdatum
05.05.2021
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Achtung, Weltraumschrott! Teile einer chinesischen Trägerrakete, 20 Tonnen schwer, stürzen am kommenden Sonntag auf die Erde. Mit ihr wurden vergangene Woche die ersten Module einer Raumstation ins All gebracht. Für Deutschland besteht aber keine Gefahr, wie Wissenschaftsredakteur Uwe Gradwohl in SWR Aktuell erklärte: "Die Raketenstufe fliegt auf einer Bahn, die sie auf der Nordhalbkugel bis zum 42. Breitengrad nach Norden führt und dann biegt sie wieder Richtung Süden ab. Und Deutschland liegt oberhalb davon." Am Rand der Absturzzone sind aber Metropolen wie Barcelona oder Istanbul und die nördliche Mittelmeerküste. "Auch in der Absturzzone muss man schon sehr unglücklich stehen, damit man was abbekommt - aber eine Gefahr besteht natürlich." Da der größte Teil der Erdoberfläche von Wasser bedeckt ist, sei es wahrscheinlich, dass die Trümmer keinen Schaden anrichten. Dass die chinesische Trägerrakete unkontrolliert zur Erde fällt, sei allerdings ungewöhnlich und entspräche nicht den Vereinbarungen der Raumfahrtnationen, betont Uwe Gradwohl im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Stephanie Geissler.