Im Gespräch · Wahlkampf-Check Digitalisierung: Warum 'German Watch' ein eigenes Ministerium für überflüssig hält

Zahlreiche Netzwerkkabel stecken in einem Büro-Serverschrank.
SWR Aktuell

Wahlkampf-Check Digitalisierung: Warum 'German Watch' ein eigenes Ministerium für überflüssig hält

Im Gespräch · 30.07.2021 · 5 Min.
Zahlreiche Netzwerkkabel stecken in einem Büro-Serverschrank.
Erscheinungsdatum
30.07.2021
Rubrik
Sender
Sendung

In knapp zwei Monaten ist Bundestagswahl. Ein Thema ist auch die Digitalisierung, bei der deutsche Behörden im EU-Vergleich hoffnungslos hinterherhinken. Die Ideen der Parteien drehen sich häufig um die Bildung eines speziellen Digitalisierungs-Ministeriums, das sich dann mit allen Fragen dieses Fachbereichs beschäftigen würde. "Keine gute Idee", sagt dazu der IT- und Nachhaltigkeitsexperte der Organisation 'German Watch', Hendrik Zimmermann. Schließlich dürfe die Digitalisierung keinesfalls zum Selbstzweck werden. Entscheidend sei vielmehr, dass die dafür nötige Technik und Kompetenz der Demokratie, der Nachhaltigkeit und der ökologischen und sozialen Entwicklung des Landes nütze. "Wir brauchen kein Herumlaufen mit dem Hammer auf der Suche nach Nägeln." Im Vordergrund stehen für den Experten: Marktmacht und Abhängigkeit von Großkonzernen, Datenschutz und Datensicherheit, die ökologischen Auswirkungen der Digitalisierung, soziale Risiken, wie zum Beispiel Diskriminierungen, die durch digitale Techniken reproduziert werden und die Regulierung von Social Media. Wie der 'German Watch'-Experte sich eine effiziente und verantwortungsbewusste Digitalisierungspolitik vorstellt und was dafür getan werden müsste, erklärt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll.