Im Gespräch · Wahlkampf-Check Klimapolitik: Was bringt der CO2-Preis im Kampf gegen die Erd-Erwärmung?

Ein Kohlekraftwerk produziert Strom
SWR Aktuell

Wahlkampf-Check Klimapolitik: Was bringt der CO2-Preis im Kampf gegen die Erd-Erwärmung?

Im Gespräch · 26.07.2021 · 5 Min.
Ein Kohlekraftwerk produziert Strom
Erscheinungsdatum
26.07.2021
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Wie können wir gegen den Klimawandel vorgehen? Die Hochwasser-Katastrophe in der Eifel hat das Thema zwei Monate vor der Bundestagswahl ins Zentrum der politischen Debatte gerückt. Ein erster Schritt ist der CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne, der seit Anfang des Jahres auf Kohle, Benzin, Diesel, Heizöl und Gas fällig wird. Bis zum Jahr 2025 soll er schrittweise auf bis zu 55 Euro steigen. Für Henrik Maatsch, WWF-Experte für Klima und Energiepolitik, ist diese Maßnahme ein Schritt in die richtige Richtung. Die CO2-Bepreisung sei allerdings kein Allheilmittel. Er fordert, dass die Politik ein eindeutiges Datum festlegen müsse, ab dem Autos mit Verbrennungsmotoren sowie Öl- und Gasheizungen verboten würden. Durch den steigenden CO2-Preis kommen höhere Kosten auf die Allgemeinheit zu. Deshalb befürwortet Maatsch Überlegungen zum Beispiel von den Grünen, dass die betroffenen Verbraucherinnen und Verbraucher ein Energiegeld vom Staat erhalten sollten. "Das würde dazu führen, dass einkommensstarke Schichten, die überproportional viel zum Klimawandel betragen, stärker belastet werden." Alle, die nicht so viel verdienten, würden am Ende des Monats sogar mehr Geld haben als jetzt, sagt der WWF-Experte für Klima- und Energiepolitik im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll.