Ein Mitarbeiter der Supermarkt-Kette tegut sortiert in einer Filiale in Frankfurt am Main Wein in einem Regal
SWR Aktuell

Winzer über neues Weinrecht: "Reform wäre nicht notwendig gewesen."

Im Gespräch | 19.08.2020 | 4 Min.
Ein Mitarbeiter der Supermarkt-Kette tegut sortiert in einer Filiale in Frankfurt am Main Wein in einem Regal
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19.08.2020
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Mehr Klarheit für Verbraucher, bessere Vermarktungschancen für Winzer - die Bundesregierung hat das Weinrecht geändert. Die Herkunft soll bei der Kennzeichnung in den Mittelpunkt rücken. Weingutbesitzer und Winzer Andreas Wagner aus Essenheim bei Mainz sieht in der Reform weder Vorteile noch Nachteile. "Für uns, die wir unsere Weine zu 90 Prozent an Privatkunden verkaufen, ist diese Diskussion nicht signifikant. Ich denke mit dem Kompromiss können wir alle leben," sagt der Winzer im SWR. Allerdings sei die Reform "nicht dringend notwendig gewesen." Sein Weingut habe sich ohnehin von den Bezeichnungen wie Kabinett, Spätlese oder Auslese gelöst und bewerbe den Wein über eigene Marken und Lagen. Ob deutscher Wein mit den neuen Bezeichnungen international konkurrenzfähiger wäre, bezweifelt Winzer Wagner. "Für den Konsumenten ist letztlich entscheidend, wie der Wein schmeckt." Das hat Winzer Andreas Wagner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler gesagt.

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