Krieg in Europa – das Update zur Lage in der Ukraine · Nach Beschuss: Sorgen um Situation von AKW Saporischschja

Das Atomkraftwerk in der ukrainischen Stadt Saporischschja in der Nacht im Jahr 2019.
NDR Info

Nach Beschuss: Sorgen um Situation von AKW Saporischschja

Krieg in Europa – das Update zur Lage in der Ukraine · 08.08.2022 · 4 Min.
Das Atomkraftwerk in der ukrainischen Stadt Saporischschja in der Nacht im Jahr 2019.

Das größte Atomkraftwerk Europas, die Meiler in Saporischschja in der Südostukraine bieten noch immer Anlass zur Sorge. Seit Freitag ist das AKW immer wieder beschossen worden. Russland und die Ukraine geben sich gegenseitig die Schuld daran. In der Ostukraine gehen die Kämpfe derweil mit unverminderter Härte weiter. Ukraines Präsident Selenskyj hat deshalb seinen Landsleuten neue Waffenlieferungen in Aussicht gestellt. Er erwarte in den kommenden Tagen dazu gute Nachrichten von Partnern, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Woher die Waffen kommen sollen und um welche Waffensysteme es sich handelt, ließ er offen. Vor einer Woche hat der erste Frachter mit ukrainischem Getreide an Bord den Hafen von Odessa verlassen. Eigentlich sollte die "Razoni" gestern im Libanon ankommen. Allerdings ist noch immer unklar, wann und wo das Schiff entladen wird. Es hat seine Fahrt unerwartet gestoppt und bislang noch kein offizielles neues Ziel. Es gibt Berichte darüber, dass ein Teil des geladenen Maises vom Libanon auf dem Landweg nach Syrien geschmuggelt hätten werden sollen. Dass Syrien mit Lebensmitteln beliefert wird, wird durch Sanktionen des Westens gegen das Regime von Machthaber Assad erschwert. Wegen seiner Nähe zu Kreml-Chef Putin und seinen Lobby-Jobs in Russlands Öl- und Gaswirtschaft steht Altkanzler Schröder nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Deutschland schon lange der Kritik. In der SPD läuft deshalb ein Parteiordnungsverfahren. Heute soll es in Hannover voraussichtlich eine Entscheidung geben, wie es für Schröder in der SPD weitergeht. Auch nach der russischen Invasion in die Ukraine im Februar hat sich Schröder nach Auffassung auch vieler SPD-Genossinnen und Genossen nicht ausreichend von Russland distanziert. 17 regionale Parteivereine haben deshalb das Verfahren gegen Schröder beantragt, das zum Ausschluss des Altkanzlers aus der SPD führen könnte.