Herbert Sührig (Leiter des Bezirks Hamburg der IG Metall), 04.02.1957.
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Interview mit Herbert Sührig zur Einigung der Tarifpartner

NDR Retro – Aus Wirtschaft und Verkehr · 09.02.1957 · 5 Min.
Herbert Sührig (Leiter des Bezirks Hamburg der IG Metall), 04.02.1957.
Erscheinungsdatum
09.02.1957
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Nach dem Scheitern zweier Schlichtungsverhandlungen wurde der dritte Schlichtungsvorschlag in einer Urabstimmung am 13.2.1957 von den Arbeitnehmern akzeptiert und somit der seit dem 24.10.1956 andauernde Streik der Metallarbeiter Schleswig-Holsteins beendet. Im Mittelpunkt der 50 Punkte umfassenden Forderung der IG Metall hatte die Regelung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, eine Erhöhung des Urlaubsgeldes und die Verlängerung des Urlaubs gestanden. Die Tarifvertragsparteien konnten sich wie folgt einigen: - Entfallen der Wartefrist von sieben Tagen im Krankheitsfall - Lohnfortzahlung vom zweiten Krankheitstag an - Notwendigkeit einer dreimonatigen Betriebszugehörigkeit für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall entfällt Zahlung des Krankengeldes stattdessen, wenn Beendigung der Probezeit von vier Wochen - Bezahlung des Ausfalltages bei Arbeitsunfall, auch wenn Arbeitsunfähigkeit weniger als eine Woche dauert Bezüglich der Erhöhung des Urlaubsgeldes konnte keine Einigung erzielt werden.