Der Kölner Dom (Luftaufnahme mit Drohne). | Bild: picture alliance/dpa | Sascha Thelen
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Sound Of Cologne: die Geschichte der elektronischen Musik Kölns

Pop&Rewind - der Nachtmix Podcast · 12.12.2023 · 55 Min.
Der Kölner Dom (Luftaufnahme mit Drohne). | Bild: picture alliance/dpa | Sascha Thelen
Erscheinungsdatum
12.12.2023
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In ausgewählten Kinos läuft im Moment die Doku "Sound of Cologne". Im Film zeigt Regisseurin Kristina Schippling die Entwicklung der elektronischen Pop-Musik, für die die Rhein-Metropole weltbekannt wurde. Den Grundstein legten die experimentellen Klänge von Karl-Heinz Stockhausen und das WDR-Hörspiel in den 50/60ern. Stockhausens Schüler gründeten die Band Can, die neben Kraftwerk und Neu! aus Düsseldorf die namhaftesten Krautrock-Formationen der 70er werden sollten - vor allem im englischsprachigen Raum kultisch verehrt. In den 80ern landete der Can-Ableger The Unknown Cases mit "Masimba Bele" vermutlich einen der ersten Global Pop-Hits. In den 90ern entwickelte sich Köln - begleitet von den beiden Musik-Magazinen Spex und Intro - zum Techno-Zentrum: die DJ-Produzenten um die Brüder Wolfgang und Reinhard Voigt, die den Plattenladen Kompakt im Belgischen Viertel gründeten, schufen das Sub-Genre "Minimal Techno". Was die Stadt richtig berühmte machte. Auch wenn Berlin nach dem Millennium das Rave-Ruder übernahm, hat Köln große Spuren in der Geschichte der elektronischen Musik hinterlassen - auch dank Mouse On Mars, Niobe und dem weltweiten 90er-Disco-Hit "From Disco To Disco", der im Film leider fehlt - nicht aber in dieser Stunde mit Ralf Summer.