Pop&Rewind - der Nachtmix Podcast · Warum die Zukunft des Reggae weiblich ist

Die jamaikanische Reggae-Newcomerin Koffee sitzt auf einer Bank | Bild: Sony Music
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Warum die Zukunft des Reggae weiblich ist

Pop&Rewind - der Nachtmix Podcast · 10.09.2022 · 54 Min.
Die jamaikanische Reggae-Newcomerin Koffee sitzt auf einer Bank | Bild: Sony Music
Erscheinungsdatum
10.09.2022
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Die jamaikanische Künstlerin Koffee hat mit ihrem Album "Rapture" den Grammy für das beste Reggae-Album gewonnen. Als jüngste Gewinnerin und erste Frau überhaupt. Im Reggae-Genre sind Frauen extrem unterrepräsentiert. Das Musikgeschäft, die Studios, Konzert-Bühnen und Sound-Systems wurden von Anfang an von Männern dominiert. Als die ersten Aufnahme-Studios in den frühen 1960er Jahren begannen, waren Frauen wie Hortense Ellis, Phyllis Dillon, Doreen Schaeffer, Jennifer Lara, Rita Marley und Marcia Griffiths die Ausnahme. Aber es hat sich etwas getan, etwas positiv verändert in Jamaica. Seit einiger Zeit tauchen vermehrt junge, weibliche Talente auf - Frauen mit starken Persönlichkeiten und eigenständiger Künstleridentität. Frauen, die sich nicht in die Rollen zwängen lassen, die Männer im Musikgeschäft für sie vorgesehen haben. Frauen wie Lila Ike, Aza Lineage, Sevana, Kelissa, Naomi Cowan, Jada Kingdom und viele mehr. Frauen mit überzeugenden Songs und eigenem Stil, die unbeirrt ihren Weg gehen. Und sich nicht mehr von Produzenten vorschreiben lassen, wie kurz oder eng ihr Rock sein soll. Einige dieser Frauen sind der Grund, warum sich Noe Noack wieder von Reggae- und Dancehall begeistern lässt.