Der Journalist Gerd Heidemann hält am 25. April 1983 bei einer Pressekonferenz in Hamburg ein Exemplar der vermeindlichen Hitler-Tagebuecher.
SWR Kultur

Die "Hitler-Tagebücher" - Wer war verstrickt in die Jahrhundertfälschung?

Forum · 24.04.2023 · 44 Min.
Der Journalist Gerd Heidemann hält am 25. April 1983 bei einer Pressekonferenz in Hamburg ein Exemplar der vermeindlichen Hitler-Tagebuecher.
Erscheinungsdatum
24.04.2023
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"Hitlers Tagebücher entdeckt" versprach im April 1983 der "stern", eine vermeintliche Sensation, die zum Fiasko wurde, denn das Magazin war einem Fälscher aufgesessen: Konrad Kujau, bis heute ist er der geniale Hochstapler in Helmut Dietls Komödie "Schtonk". Das alles ist lange her, aber jetzt wird über den Betrug neu diskutiert, der Grund: Journalisten und Wissenschaftler haben 40 Jahre nach dem Skandal die Fake-Tagebücher erstmals komplett gelesen, und sie stellen fest: Kujaus Fälschungen waren nicht nur der gezielte Versuch, "Hitler reinzuwaschen", wie der Politikwissenschaftler Hajo Funke es ausdrückt. Es waren auch mehr Personen in den Skandal verstrickt als bisher angenommen. Wer hatte ein Interesse an dieser Geschichtsfälschung? Warum sollen wir uns heute daran erinnern? Gregor Papsch diskutiert mit Prof. Dr. Magnus Brechtken - Historiker, stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, München; Prof. Dr. Hajo Funke - Politikwissenschaftler, FU Berlin; John Götz - Journalist u.a. NDR, Berlin