SWR2 Kultur aktuell · Prozess gegen Autorin Tsitsi Dangarembga erneut vertagt: "Eine Strategie der Regierung, um die Angeklagte zu ermüden"

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Prozess gegen Autorin Tsitsi Dangarembga erneut vertagt: "Eine Strategie der Regierung, um die Angeklagte zu ermüden"

SWR2 Kultur aktuell · 04.08.2022 · 8 Min.
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Erscheinungsdatum
04.08.2022
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Die Autorin Tsitsi Dangarembga sei eine "unbequeme Kritikerin" in ihrer Heimat Simbabwe und "Autokraten wollen keine Kritiker", sagt die PEN-Vizepräsidentin Cornelia Zetzsche, die vor Ort in Simbabwes Hauptstadt Harare den Prozess gegen die Autorin beobachtet. "Ein friedlicher Protest wird hier kriminalisiert", erklärt Zetzsche. Der Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels wird Landfriedensbruch und Aufruf zur Gewalt vorgeworfen, weil sie gegen Korruption und für die Freilassung von Journalisten demonstriert hatte. Seit zwei Jahren zieht sich der Prozess hin und wurde erneut vertagt. Zetzsche ist der Meinung, das sei die Strategie der Regierung: "Die Angeklagten müde zu machen, bis ihr Widerstand erlahmt", so Zetzsche.