Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
MDR AKTUELL

#215 Westliche Waffen gegen Ziele in Russland?

Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg · 28.05.2024 · 69 Min.
Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Die Ukraine darf bisher mit westlichen Waffen keine Ziele im russischen Kernland angreifen. Die Nato fordert, dass das entsprechende Verbot aufgehoben wird. Im Podcast erklärt Ex-Nato-General Erhard Bühler, warum er die gleiche Meinung vertritt. Das Verbot habe zu Beginn des Krieges seine Berechtigung gehabt. Mit den Angriffen der russischen Armee über die russisch-ukrainische Grenze auf die Region Charkiw habe sich die aber Lage geändert. Russland greife hier nicht aus besetztem ukrainischen Gebiet heraus an, sondern aus seinem Kernland. "Es wäre wirklich unmenschlich und geradezu zynisch, den Ukrainern zu verbieten, eine Raketenstellung, die 20 Kilometer hinter der Grenze in Russland liegt, zu bekämpfen", so Bühler dazu. Von solchen Stellungen gehe Tag für Tag tödliche Gewalt für die Ukraine aus. Das Verbot für die Ukraine müsse zumindest aufgeweicht werden. Bühler erklärt im Detail, wie das aussehen könnte. Zur aktuellen militärischen Lage: Die russische Armee greift weiter vielerorts an, jedoch mit gemischtem Erfolg. In der Region Charkiw sei der russische Vormarsch seit einigen Tagen zum Stehen gekommen, so Bühler. Im Raum Awdijiwka/Bachmut gebe es kleinere Vorstöße, ebenso in der Südukraine Und: Will Russland seine Grenzen in der Ostsee neu ziehen? Ein Gesetzentwurf des russischen Verteidigungsministeriums hat für Diskussionen gesorgt und entsprechende Sorgen genährt. Was könnte der Hintergrund sein? Und wie funktionieren Landesgrenzen auf See überhaupt? Das erklärt Bühler im Detail. Weitere Themen: Russische Luftangriffe auf zivile Ziele in der Ukraine + Greifen die Russen bald auch bei Sumy an? + Ukrainische Angriffe auf russisches Frühwarn-Radar + Was ist vom jüngsten Verhandlungsangebot von Russlands Präsident Putin zu halten? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37.