Hörbar Rust

Annette Humpe

Das muss man erstmal schaffen: einer bipolaren Stadt wie Berlin die passende Hymne auf den wilden Leib zu schneidern. Mit „Ich steh auf Berlin“ gelang es Annette Humpe 1980 auf unvergleichliche Weise. Für ihre Band „Ideal“ textete und komponierte sie Songs, die einer neuen, deutschen Musikwelle den Weg bereiteten. Den Weg förmlich freischossen: Blaue Augen, Rote Liebe, Komm wir lassen uns erschießen. Die 1950 in Hagen geborene Musikerin ist seitdem ein zuverlässiger Seismograf für eingängige Melodien und gute Texte. Sie arbeitete mit und für Udo Lindenberg, Rio Reiser, Nena, Die Prinzen, Ich und Ich und Max Raabe, um nur ein paar zu nennen. Und weil sie es von sich aus nicht erwähnt, tun wir es kurz: Vor ein paar Jahren verantwortete sie beeindruckende 35 Gold- und Platinplatten, inzwischen sind bestimmt schon wieder ein paar hinzugekommen. | Playlist zur Sendung: Ideal – Telephon // Fleetwood Mac - Oh well Part I // Julie Driscoll, Brian Auger & The Trinity - Season of the Witch // Dusty Springfield - Son of a Preacherman // Lina Maly – Zauberland // Iggy Pop - Real Wild Child // XTC - Making Plans for Nigel // Die Höchste Eisenbahn – Enttäuscht // James Blake - When we're older | Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.

Annette Humpe © radioeins
83 Min. | 4.4.2021