Im Gespräch

Branchengipfel Automobilwirtschaft: "Eine Branche am Rand des Abgrunds"

Die deutschen Autobauer hangeln sich von Krise zu Krise. Erst der Diesel-Skandal, dann der Umbau zur E-Mobilität und nun auch noch Corona. Allein bei Daimler sollen in den nächsten Jahren Tausende Stellen wegfallen, vielleicht werden sogar ganze Werke dichtgemacht. Über die Zukunft der Branche diskutieren Auto-Bosse beim Branchen-Gipfel der Automobilwirtschaft in Nürtingen. Dort müsse man "ganz schnell die Zeichen der Zeit erkennen", sagt Professor Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung in SWR Aktuell. Er leitet die Forschungsgruppe "Digitale Mobilität und gesellschaftliche Differenzierung". Durch den eigenen Erfolg bei der Herstellung von Dieselmotoren seien die deutschen Autohersteller blind geworden: "Um sie herum ist schon lange klar, dass diese Antriebsformen nicht die Zukunft sein können. Man hat das ignoriert und hat fahrlässig eine ganze Branche an den Rand des Abgrunds getrieben." Was für Konsequenzen das für die deutsche Autoindustrie haben wird, hat der Mobilitätsexperte Knie im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich erklärt.

Fertiggestellte Smart-Fahrzeuge stehen auf einem Parkplatz vor dem Smart-Werk "smartville"
3 Min. | 13.10.2020