Im Gespräch

Corona-Kontaktverfolgung: Bundesverband sieht Gesundheitsämter an der Grenze zur Überlastung

Ute Teichert vom Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitswesens sieht die Gesundheitsämter angesichts steigender Corona-Neuinfektionen an der Überlastungsgrenze. Teichert sagte im Radioprogramm SWR Aktuell: "Vor allem da, wo die Zahlen der Neuinfektionen in die Höhe schießen, ist es ein großes Problem." Es fehle an Personal in den Gesundheitsämtern, um die Kontakte Infizierter zu ermitteln. Teichert unterstützt es, Freiwillige für die Kontaktverfolgung einzusetzen. Allerdings sei die Situation jetzt eine Andere, als zu Beginn der Pandemie: "Da hatten wir einen Lockdown. Viele Menschen waren nicht an ihrem Arbeitsplatz und haben sich freiwillig bereiterklärt, im Gesundheitsamt auszuhelfen, auch Medizinstudierende, die jetzt wieder in ihrem Studium sind." Dadurch sei die Zahl der Menschen, die in Frage kommen, jetzt geringer. SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck hat mit Ute Teichert gesprochen.

Nordrhein-Westfalen, Heinsberg: Das Gesundheitsamt in Heinsberg
3 Min. | 12.10.2020