Im Gespräch

Günther Beckstein (CSU): Maut war ein Flop für die ganze CSU

Der frühere Ministerpräsident von Bayern, Günther Beckstein (CSU), erwartet im Zusammenhang mit dem Maut-Untersuchungsausschuss keine Kabinettsumbildung vor der Wahl. Mit Blick auf die Ankündigungen von Innenminister Horst Seehofer und Entwicklungsminister Gerd Müller nicht mehr für den nächsten Bundestag zu kandidieren, sagte Beckstein im Radioprogramm SWR Aktuell, "ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Jahr vor der Wahl große Personalveränderungen vorgenommen werden. Außer wenn im U-Ausschuss extrem belastende Dinge herauskommen." Mit Blick auf die Maut räumte Beckstein ein, dass sie "alles andere als ein Siegerthema war. Es ist unangenehm, nicht nur für Herrn Scheuer. Es war ein Flop für die ganze CSU." Er erwarte aber nicht, dass es Scheuer zum Wackeln bringen werde. Erst recht nicht den jetzigen Ministerpräsidenten Markus Söder. Es sei ein anderer Ministerpräsident und Verkehrsminister gewesen, die die Maut in den Mittelpunkt des Wahlkampfs gestellt hätten, sagte Beckstein ohne die Namen der Minister zu nennen. Er gehe davon aus, dass die CSU weiter zu Scheuer stehe. Denn eine Stärke der CSU sei es immer auch, zu einem Kollegen zu stehen, der in Schwierigkeiten sei. "Und ich glaube, dass Solidarität in der CSU immer noch eine Bedeutung hat," so Beckstein.

Die Maut war ein Flop für die gesamte CSU
3 Min. | 1.10.2020