Im Gespräch

Möglicher US-Truppenabzug: "Hoffentlich nur Wahlkampfgetöse"

Ein möglicher Abzug der US-Truppen, wie ihn Präsident Trump angekündigt hat, könnte auch die Luftwaffenbasis im rheinland-pfälzischen Ramstein betreffen. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach, Ralf Hechler (CDU), macht sich deshalb Sorgen. Nachdem Donald Trump es immer wieder angekündigt hat, geht Hechler davon aus, dass es diesmal "ernst gemeint" ist, hofft aber dennoch, dass da viel "Wahkampfgetöse" dabei ist. Im Gespräch mit dem SWR weist Hechler darauf hin, dass im Zusammanhang mit der Airbase in Ramstein pro Jahr 2,3 Milliarden US-Dollar in den Großraum Kaiserslautern fließen. Wenn eine deutliche Zahl der Soldaten aus Ramstein abgezogen würde, wäre das in der Region deutlich zu spüren. Hechler verweist auf das gute Verhältnis zwischen Deutschen und Amerikanern rund um den Luftwaffenstützpunkt. Freundschaften, Ehen seien entstanden, es gebe gemeinsame Feste. Deshalb hofft Hechler: "Dass man einen vernüftigen Ton findet, wie man Veränderungen gemeinsam vornimmt, wenn es wirklich welche geben soll."

Schild Ortsende Ramstein-Miesenbach Richtung Airbase
4 Min. | 16.6.2020