Im Gespräch

Polizei-Psychologe: Was Opfer und Zeugen nach dem Trauma von Trier brauchen

Trier steht weiterhin unter Schock nach der Amok-Fahrt eines 51 Jahre alten Mannes dort. Der gebürtige Trierer war mit seinem SUV durch die Fußgängerzone gerast und hat auf seinem Weg fünf Menschen getötet, darunter auch einen Säugling und dessen Vater. Er hat auch viele Menschen verletzt - körperlich und seelisch. Was die überlebenden Opfer und Zeugen jetzt brauchen, formuliert der langjährige psychologische Ausbilder von Spezialkräften der Polizei, Christian Lüdke, so: "Ein solches Erlebnis kann man nur dann verarbeiten, wenn man jetzt ganz viel Ruhe und Abstand bekommt", dazu brauche es ein stabiles Umfeld und gesicherte Informationen. Bei denjenigen, die Zeugen der Tat wurden, ohne direkt betroffen zu sein, brauche es aber nur dann ärztliche Betreuung, wenn über den Schock hinaus weitere körperliche Symptome aufträten, sagt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.

Polizisten von Streife und SEK stehen hinter einem rot-weißen Absperrband vor einem Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht in der Trierer Innenstadt.
3 Min. | 2.12.2020