Im Gespräch

Racial Profiling und Rassismus - Vorwurf an die deutsche Polizei

Bundesinnenminister Seehofer (CSU) sieht keinen Grund für eine Studie zu Racial Profiling - der grundlosen Kontrolle von Menschen durch die Polizei, einfach weil sie in bestimmte Raster passen: Afrikaner, Flüchtling, sieht "verdächtig" aus, weil nicht "deutsch". In Deutschland ist diese Vorgehensweise verboten. Deshalb auch keine Studie, sagt Seehofer. Dabei gibt es solche Vorfälle sehr wohl, meint Marcel Aburakia. Er ist einer der Gründer des Podcasts "Kanakische Welle". Dort werden Beispiele gesammelt, in denen die Betroffenen eben doch offenbar allein wegen ihrer Hautfarbe kontrolliert wurden. Marcel Aburakia spricht über seine Erfahrungen. Und der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt erläutert, warum eine Studie zu Rechtsextremismus im öffentlichen Dienst wichtig ist, sich aber nicht nur auf die Sicherheitsbehörden beschränken darf. Darum geht es in SWR Aktuell im Fokus.

Berlin: Polizeibeamte kontrollieren in einem Park einen Mann mit dunkler Hautfarbe als mutmaßlichen Drogendealer.
9 Min. | 12.7.2020