Im Gespräch

Stuttgart-Vaihingen sorgt sich um den Abzug der US-Soldaten

Der angekündigte Abzug von fast 12.000 US-Soldaten aus Deutschland trifft vor allem den Stuttgarter Stadtteil Vaihingen hart. Hier hat das Europakommando der amerikanischen Streitkräfte seinen Sitz. Nach den Plänen von Präsident Donald Trump soll es nach Belgien umziehen, als Teil seiner Bestrafung, weil er findet, dass Deutschland nicht genug für die Verteidigung ausgibt. Kai Jehle-Mungenast ist Bezirksvorsteher von Vaihingen. Er nennt die Aufgabe des US-Standorts im SWR einen großen Verlust für Gastronomie und Einzelhandel, "aber viel stärker finde ich, dass auch Freundschaften dranhängen mit den hier stationierten Truppen und ihren Familien." Das gelte auch für Stuttgart-Möhringen, Stuttgart-Zuffenhausen und Böblingen-Sindelfingen mit den jeweiligen Standorten. Die Verflechtung der Amerikaner mit der lokalen Wirtschaft ist nach Einschätzung des Vaihinger Bezirksvorstehers groß. In den Gaststätten werde Englisch gesprochen und viele Geschäfte seien auf amerikanische Kunden ausgerichtet. Es gebe ein großes Bedürfnis der Amerikaner, in den Stadtbezirk zu kommen und sich mit den Vaihingern zu treffen. Was es bedeutet, wenn die Soldaten und ihre Familien weg sind, das hat Bezirksvorsteher Kai Jehle-Mungenast im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler geschildert.

Baden-Württemberg, Stuttgart: Mitglieder der US-Streitkräfte gehen in den Patch Barracks nach dem Kommandowechsel des United States European Command (EUCOM) in Stuttgart am Hauptquartier vorbei
6 Min. | 31.7.2020