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Trotz Corona: Warum es jetzt lohnt, eine Reise zu buchen

Was wird aus dem Urlaub im Corona-Sommer? Schritt für Schritt soll der Tourismus wieder möglich werden. Darüber berät Bundesaußenminister Maas mit seinen EU-Kollegen. Er hat angekündigt, die weltweit geltende Reisewarnung ab dem 14. Juni durch Reisehinweise für einzelne Länder zu ersetzen.<br/>Das hat Auswirkungen: so lange eine Reisewarnung als schärfste Warnstufe gilt, können gebuchte Pauschalreisen in der Regel kostenfrei storniert werden. Das haben in den vergangenen Jahren viele Gerichtsurteile bestätigt. Bei einer Reisewarnung dagegen ist man auf das Entgegenkommen des jeweiligen Veranstalters angewiesen, betont Oliver Buttler, Reiseexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Wer also nach dem Ende der Reisewarnung nicht in den Urlaub will, weil er kein gutes Gefühl dabei hat, der sollte direkt mit dem Reiseveranstalter in Kontakt treten und nach einer Lösung suchen. Buttler weist darauf hin, dass viele Anbieter derzeit offen für Umbuchungen seien.<br/>Wer noch nicht gebucht hat, aber im Sommer verreisen möchte, den ermutigt Verbraucherschützer Buttler, es jetzt zu tun. In den Ländern der EU entspanne sich die Lage und wenn es wieder erwarten doch zu einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen komme, sei man auf der sicheren Seite: dann würde das Auswärtige Amt wieder eine Reisewarnung erlassen und man habe das Recht, ohne Kosten zu stornieren. Oliver Buttler geht aber davon aus, dass ab Spätsommer oder Herbst sogar Reisen in nicht-EU-Ziele möglich seien<br/>Wer verreist, dem müsse aber auch klar sein, dass möglicherweise Einschränkungen gelten: vor allem beim Cluburlaub könne es sein, dass Pool und andere Anlagen nicht wie gewohnt genutzt werden könnten. Das Ferienhaus mit Schwimmbecken zur Alleinnutzung wäre da die bessere Alternative. SWR-Aktuell-Moderatorin Alina Braun hat mit Oliver Buttler von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gesprochen.

Urlauber im Wasser: Wie gut geht Urlaub während Corona?
5 Min. | 18.5.2020