Im Gespräch

Veranstalter kritisiert Auswärtiges Amt wegen Reisewarnung

Die Grenzen dicht, die Flugzeuge am Boden, es gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes - und zwar weltweit. Keine Frage: die Reisebranche gehört zu den Wirtschaftszweigen, die am schlimmsten unter den Folgen der Corona-Krise leiden. Ihr Hauptgeschäft derzeit ist die Rückabwicklung geplatzer Urlaubsträume. Die Kunden sollten nach dem Willen der Bundesregierung mit Gutscheinen zwangsentschädigt werden. Doch der Plan ist nach dem Veto der EU-Kommission vom Tisch. Georg Abrecht, Geschäftsführer des Reiseveranstalters Karawane Reisen aus Ludwigsburg unterstützt jetzt Pläne, einen Fonds einzurichten, aus dem Urlauber für abgesagte Reisen entschädigt werden sollen. Im SWR betont Albrecht, dass die Zeit dränge. Die Reisebranche halte nicht mehr lange durch. Außerdem fordert er Perspektiven: noch im Mai müsse die Politik erklären, wie es für den Tourismus weitergehen soll. Die weltweit geltende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes hält er für, so wörtlich, "maßlos übertrieben.” SWR Aktuell-Moderatorin Katja Burck hat mit Reiseveranstalter Albrecht gesprochen.

Heiko Maas (SPD), Außenminister, gibt auf einer Pressekonferenz vor dem Auswärtigen Amt die Verlängerung der weltweiten Reisewarnung wegen des Coronavirus bekannt. Die weltweite Reisewarnung dauert vorerst bis zum 14.06.2020.
5 Min. | 5.5.2020