Im Gespräch

Vorwurf an die deutsche Polizei: "Rassismus ist an der Tagesordnung"

Racial Profiling - das ist, wenn die Polizei jemanden kontrolliert, nur weil er in ein Raster passt: Afrikaner, Flüchtling, sieht "verdächtig" aus, weil er nicht "deutsch" aussieht. In Deutschland ist diese Vorgehensweise verboten. Und weil Racial Profiling verboten ist, sieht Bundesinnenminister Seehofer auch keinen Grund für eine Studie, ob es vielleicht doch mal vorkommt, dass Menschen allein wegen der genannten Merkmale kontrolliert werden. Dabei gebe es solche Vorfälle sehr wohl, meint Marcel Aburakia. Er ist einer der Gründer des Podcasts "Kanakische Welle". Dort werden Beispiele gesammelt, in denen die Betroffenen eben doch offenbar allein wegen ihrer Hautfarbe kontrolliert wurden. "Struktureller Rassismus ist eben nur für diejenigen ein Problem, die darunter leiden", sagte Marcel Aburakia dazu im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll.

Ein Polizist überprüft Personalien.
5 Min. | 7.7.2020