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Was die "Heinsberg"-Studie wirklich über Corona aussagt

Ein Forschungsteam hat mit der der sogenannten Heinsberg-Studie die Zahl der Corona-Infizierten in Deutschland hochgerechnet. Demnach hätten sich rund 1,8 Millionen Menschen infiziert. Für die Studie wurden in der Zeit vom 30. März bis 6. April 919 Studienteilnehmer aus 405 Haushalten in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfahlen befragt und getestet. Dort hatte es nach einer Karnevalssitzung viele Neuinfektionen gegeben. Der Frankfurter Virologe Dr. Martin Stürmer hält die Ergebnisse allerdings nicht auf die gesamte Bundesrepublik für übertragbar. Im SWR sagte Stürmer, die Zahlen lieferten vielmehr ein Bild des Infektionsgeschehens im Kreis Heinsberg. Beunruhigend daran sei die hohe Anzahl Infizierter ohne Symptome. Dadurch kämen viele Menschen als Überträger in Frage, ohne zu wissen, dass sie infiziert seien. SWR-Aktuell-Moderatorin Petra Waldvogel hat darüber und über weitere Erkenntnisse aus der Studie mit Dr. Martin Stürmer gesprochen.

Die sogenannte Heinsberg-Studie soll Aufschluss über das Infektionsgeschehen geben
5 Min. | 4.5.2020