kulturWelt

Nachruf auf den Produkt-Designer Luigi Colani

Einer seiner erfolgreichsten Entwürfe war das eigene Image, das der gebürtige Berliner formte, zum Beispiel indem er sich von Lutz in Luigi umbenannte. Optisch hatte der stets in weiß gekleidete Colani etwas von einem Sektenführer. Er selbst bezeichnete sich als "Formphilosoph". Wobei er selbst zwar ein Typ mit Ecken und Kanten war, seine Entwürfe jedoch für Küchen, Kugelschreiber oder Kloschüsseln, und auch Rennautos, LKWs und Flugzeuge zeichnen sich durch runde, fließende Formen aus. Seine organische Formensprache bezeichnete er als Biodesign und definierte dies als eine "Humanisierung der Nahtstelle Mensch-Maschine" durch die "Ergonomie und Kenntnis neuster Materialien". Der universale Anspruch seiner 3D-Philosophie sollte zu einer Optimierung nahezu aller gestaltbaren Objekte führen. Und außerdem in der kulturWelt: Buchkritik von Edward Snowdons Autobiographie "Permanent Record", ein Kommentar über den viel zu teuren Bau des Berliner Museums und die Vorstellung der Autorin R.O. Kwon und ihren Roman "Die Brandstifter".

23 Min. | 17.9.2019