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Fragwürdige Methoden - Marokko, Spanien und die Seenotrettung

Wer sich auf den Weg macht, um Flüchtlinge aus dem Mittelmeer vor dem Ertrinken zu retten, begibt sich auf unsichere Mission. Die Regierungen von Malta oder Italien haben ihre Häfen geschlossen. Die Schiffe der Seenotretter müssen zum Teil tagelang herumirren, bis eine politische Lösung gefunden wurde. Mit ähnlichen Problemen haben neuerdings auch die Seenotretter vor der Küste Marokkos zu kämpfen. Die Mittelmeerroute Marokko-Spanien hat sich im vergangenen Jahr zum wichtigsten Korridor für afrikanische Migranten entwickelt. Spanien und die EU haben seitdem auf Marokko eingewirkt, mehr gegen illegale Migration vorzugehen. Dem wird offenbar nachgegangen, allerdings mit zweifelhaften Methoden. Weitere Themen der Sendung sind unter anderem die EU-Debatte über die Verteilung der Flüchtlinge, das Hilfsprojet "Begegnungsbrücke" in Weinheim und die Probleme der privaten Seenotrettung. Redaktion und Moderation von Claudia Bathe

Flüchtlinge auf einem Schlauchboot treiben im Mittelmeer, bevor sie von Teams von "SOS Mediterranée" und "Ärzte ohne Grenzen" auf das Rettungsschiff Aquarius gerettet wurden.
24 Min. | 10.7.2019