Camino · hr2-kultur

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Camino

Kultur

Reportagen aus der Welt der Kirchen und Religionen. Lebensfragen, Ethik, Theologie.

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03.12.2021

Austreten ist zu einfach. Nora Bossong, Nora Gomringer und die katholische Kirche

Intellektuelle Frauen wie die Schriftstellerin Nora Bossong und die Lyrikerin Nora Gomringer bleiben der katholischen Kirche treu, trotz Missbrauchsskandalen und Männer-Domäne. "Ich bleibe in der Kirche, auch wenn es unbequem ist." Das schrieb Nora Bossong, als rund um den Missbrauchs-Skandal im Erzbistum Köln im Frühjahr 2021 Kritiker den Rücktritt des dortigen Kardinals Rainer Woelki forderten. Und auch die Lyrikerin Nora Gomringer, Autorin von "Die Gottesanbieterin", erstaunt viele ihrer Leserinnen und Leser mit ihrem Bekenntnis zur katholischen Kirche. "Austreten ist zu einfach". Lukas Meyer-Blankenburg hat Nora Bossong und Nora Gomringer gefragt, was sie in der Katholischen Kirche hält.

25 Min.
26.11.2021

Nicht wahr, aber wirksam - Warum wir fromme Legenden lieben

Legenden wurden nicht nur in früheren Zeiten erzählt. Es gibt auch moderne Legenden, die weit verbreitet und sehr beliebt sind. Zum Beispiel diese: Ein bekannter Satz, der Überlieferung nach angeblich von einem indianischen Häuptling: "Erst wenn der letzte Baum gefällt und das Wasser vergiftet ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann". Bei umweltbewussten Zeitgenossen als Auto-Aufkleber, Posterspruch oder Grußkarte jahrzehntelang populär. Allerdings: diese "Rede des Häuptling Seattle" hat nie stattgefunden. Wirksam war sie trotzdem. Und wie ist das bei den vielen "frommen Legenden"? Zum Beispiel der biblischen Weihnachtsgeschichte? "Nicht wahr, aber wirksam" Für Camino in hr2 kultur ist Andreas Malessa der Frage nachgegangen, wie fromme Legenden entstehen und warum wir sie so sehr lieben.

25 Min.
08.10.2021

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Jüdische Frauen - Säkular, religiös, selbstbewusst

Auf den ersten Blick ist eine Jüdin von einer Nicht-Jüdin kaum zu unterscheiden. Doch privat feiern sie andere Feiertage und haben am Wochenende andere Rituale, die ihre Arbeitskolleginnen nicht kennen. Die Traditionellen unter ihnen akzeptieren in der Religion die klassische Frauenrolle. Sie ziehen sich zum Beispiel beim Gottesdienst in der Synagoge hinter einen Vorhang zurück, damit die Männer nicht vom Gebet abgelenkt werden. Im Beruf stehen sie trotzdem ihre Frau. Die Säkularen feiern nur an ganz wichtigen Tagen religiöse Feste, halten sich selten an religiöse Vorschriften - und finden es trotzdem wichtig, eine Jüdin zu sein. "Jüdische Frauen - Säkular, religiös, selbstbewusst." Christina Maria Purkert hat mit jüdischen Frauen über ihr Verhältnis zur Religion gesprochen.

26 Min.
24.09.2021

Nachgefragt - Das aktuelle Gespräch mit Matthias Sellmann, Professor für Pastoraltheologie an der Universität Bochum

Die Katholische Kirche hat nur eine Zukunft, wenn sie zu einer anderen Machtordnung findet und die Beteiligung aller, vor allem von Frauen, sichergestellt wird. Davon ist Matthias Sellmann, Professor für Pastoraltheologie an der Universität Bochum, überzeugt. Und dafür ist er bereit zu streiten. Beim "Synodalen Weg", der am 30.September fortgesetzt wird, steht er als Delegierter einigen Bischöfen gegenüber, die in Sachen Macht alles beim Alten lassen wollen. Dabei ist Sellmann überzeugt: Die Reform überholter Strukturen allein wird die Kirche nicht retten. Sie muss beweisen, dass sie für die Menschen tatsächlich relevant ist. - Im aktuellen Gespräch fragen die hr-Kirchenredakteure Lothar Bauerochse und Klaus Hofmeister Matthias Sellmann danach, was die katholische Kirche tatsächlich "voranbringt" und wo er Zukunftsmöglichkeiten sieht.

24 Min.