Podcast | Der zweite Gedanke © rbbKultur
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Der zweite Gedanke

Kultur

Debatten-Podcast mit Natascha Freundel & Gästen - Wie wollen wir leben? Zentrale Fragen der Kultur und Gesellschaft im Gespräch bei rbbKultur. On Second Thought: Der zweite Gedanke ist oft ein neuer. "Der zweite Gedanke" kooperiert regelmäßig: - mit dem Staatstheater Cottbus in den "Brandenburgischen Gesprächen" - mit dem Philosophie Magazin und der Chefredakteurin Svenja Flaßpöhler

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Alle Episoden

Nils Heisterhagen, Robin Alexander und Natascha Freundel © Thomas Ernst
22.09.2021

Demokratiecheck 4/5: Das Versprechen der Parteien

Die Debatte mit Natascha Freundel, Robin Alexander und Nils Heisterhagen "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen". Der viel zitierte Satz von Helmut Schmidt ist so witzig wie toxisch. Was machen Politiker, wenn sie keine Visionen haben? Hat Angela Merkel in 16 Jahren Kanzlerinnenschaft Pragmatismus zur politischen Norm gemacht? Welche großen Erzählungen vertreten die etablierten, demokratischen Parteien? Ist die SPD noch die Partei der Arbeiter:innen und wofür steht das C in CDU? Nils Heisterhagen, Publizist, Politologe und SPD-Mitglied, lobt die FDP. Robin Alexander, Bestseller-Autor und Vize-Chefredakteur Politik bei der Welt, lobt die SPD und erklärt, die CDU sei in Sachen Klimapolitik "intellektuell blank". Neue Visionen braucht das Land, auch nach der Wahl. Robin Alexander: "Wir haben zu viele Dystopien und zu wenig Utopien." Robin Alexander: "Machtverfall. Merkels Ende und das Drama der deutschen Politik: Ein Report", Siedler 2021 Nils Heisterhagen: "Verantwortung - Für einen neuen politischen Gemeinsinn in Zeiten des Wandels", Dietz 2020 Ihre Gedanken, Kritik, Anregungen direkt an: derzweitegedanke@rbbkultur.de

48 Min.
Jan Schneider, Carla Spangenberg und Olga Grjasnowa © Thomas Ernst
15.09.2021

Demokratiecheck 3/5: Einwanderungsland Deutschland

Die Debatte mit Carla Spangenberg, Olga Grjasnowa und Jan Schneider "Deutschland ist ein Einwanderungsland" - dieser Satz findet sich in einigen Wahlprogrammen und auch Angela Merkel geht er leicht über die Lippen. Doch was bedeutet dieser Satz? Haben Menschen mit Einwanderungsgeschichte in der Politik eine Lobby? Wie bewerten wir Mehrsprachigkeit? Was heißt eigentlich "2015 darf sich nicht wiederholen"? Und was ist mit dem Begriff "Migrationshintergrund" - gehört er abgeschafft oder brauchen wir ihn, um Lebensrealitäten zu beschreiben? Die Schriftstellerin Olga Grjasnowa und der Migrationsforscher Jan Schneider von Sachverständigenrat für Integration und Migration mit Moderatorin Carla Spangenberg im Gedankenaustausch. Olga Grjasnowa: "Einwanderungsland klingt besser, als es in der Realität tatsächlich sich abspielt. Trifft wahrscheinlich auf sehr viele Länder dieser Welt zu. Natürlich auch auf Deutschland." Kritik, Anregungen, Gedanken direkt an: derzweitegedanke@rbbkultur.de

41 Min.
Cerstin Gammelin und Valerie Schönian © Thomas Ernst
08.09.2021

Demokratiecheck 2/5: Entscheidung im Osten?

Die Debatte mit Natascha Freundel, Cerstin Gammelin und Valerie Schönian 31 Jahre nach der Wiedervereinigung sind nur 1,7 Prozent aller Spitzenpositionen bundesweit mit Ostdeutschen besetzt. "Wir entscheiden nicht, wer Kanzler wird. Aber ob er Kanzler wird", sagt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Rainer Haseloff. Cerstin Gammelin, Vize-Leiterin der Parlamentsredaktion der SZ, und Valerie Schönian von der Leipziger Redaktion der Zeit erzählen von ihrem Ostbewusstsein, von struktueller Ungleichheit und östlicher Emanzipation. Cerstin Gammelin: "Wer der Sieger ist, kann auch das Narrativ bestimmen.Wenn der Ostdeutsche sagt: 'Hört mal, es gibt hier strukturelle Benachteiligung, da muss man mal drüber reden', ist er der Jammerossi." 2'14 Ostfrau ## 3'10 Merkel ## 3'30 Deutsche Einheit ## 3'49 NSU ## 4'30 Kapitalismus ## 4'52 Ostbewusstsein ## 8'30 Verständniskompetenz ## 10'08 Sieger-Narrativ ## 10'43 Die ausm Osten ## 13'25 Merkel und die Ostdeutschen ## 18'30 Größter Wirtschaftseinbruch nach dem 2. WK? ## 21'00 Ostdiskurs ## 21'38 Westen veröstlicht? ## 24'20 Jammern? ## 26'00 80 Prozent keine AfD-Wähler ## 26'50 Wir wollen die D-Mark ## 28'50 Demokratie lernen ## 31'20 Reflexion im Osten ## 32'44 Corona ## 33'30 Verlierer-Image ## 34'20 Sprachlosigkeit ## 35'48 Emanzipation ## 37'15 Repräsentanz ## 39'15 Wahlkampfthema Osten? ## 40'48 Olaf Scholz und Takraf ## 43'00 AfD ## Zukunftszentrum für europäische Transformation und Deutsche Einheit ## 44'48 Der zweite Gedanke Valerie Schönian: "Ostbewusstsein", Piper 2020. Cerstin Gammelin: "Die Unterschätzten", Econ 2021. https://www.otto-brenner-stiftung.de/wissenschaftsportal/informationsseiten-zu-studien/30-jahre-mediale-spaltung/ Kritik, Anregungen, Gedanken direkt an: derzweitegedanke@rbbkultur.de

46 Min.

Die Debatte mit Natascha Freundel, Cerstin Gammelin und Valerie Schönian 31 Jahre nach der Wiedervereinigung sind nur 1,7 Prozent aller Spitzenpositionen bundesweit mit Ostdeutschen besetzt. "Wir entscheiden nicht, wer Kanzler wird. Aber ob er Kanzler wird", sagt Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Rainer Haseloff. Cerstin Gammelin, Vize-Leiterin der Parlamentsredaktion der SZ, und Valerie Schönian von der Leipziger Redaktion der Zeit erzählen von ihrem Ostbewusstsein, von struktueller Ungleichheit und östlicher Emanzipation. Cerstin Gammelin: "Wer der Sieger ist, kann auch das Narrativ bestimmen.Wenn der Ostdeutsche sagt: 'Hört mal, es gibt hier strukturelle Benachteiligung, da muss man mal drüber reden', ist er der Jammerossi." 2'14 Ostfrau ## 3'10 Merkel ## 3'30 Deutsche Einheit ## 3'49 NSU ## 4'30 Kapitalismus ## 4'52 Ostbewusstsein ## 8'30 Verständniskompetenz ## 10'08 Sieger-Narrativ ## 10'43 Die ausm Osten ## 13'25 Merkel und die Ostdeutschen ## 18'30 Größter Wirtschaftseinbruch nach dem 2. WK? ## 21'00 Ostdiskurs ## 21'38 Westen veröstlicht? ## 24'20 Jammern? ## 26'00 80 Prozent keine AfD-Wähler ## 26'50 Wir wollen die D-Mark ## 28'50 Demokratie lernen ## 31'20 Reflexion im Osten ## 32'44 Corona ## 33'30 Verlierer-Image ## 34'20 Sprachlosigkeit ## 35'48 Emanzipation ## 37'15 Repräsentanz ## 39'15 Wahlkampfthema Osten? ## 40'48 Olaf Scholz und Takraf ## 43'00 AfD ## Zukunftszentrum für europäische Transformation und Deutsche Einheit ## 44'48 Der zweite Gedanke Valerie Schönian: "Ostbewusstsein", Piper 2020. Cerstin Gammelin: "Die Unterschätzten", Econ 2021. https://www.otto-brenner-stiftung.de/wissenschaftsportal/informationsseiten-zu-studien/30-jahre-mediale-spaltung/ Kritik, Anregungen, Gedanken direkt an: derzweitegedanke@rbbkultur.de

Anna Peters, Natascha Freundel und Ria Schröder © Thomas Ernst
01.09.2021

Demokratiecheck 1/5: Jung, weiblich, politisch!

Die Debatte mit Natascha Freundel, Anna Peters und Ria Schröder Sie wollen mitreden, mitgestalten, politische Macht und Verantwortung übernehmen - und erleben immer wieder Hass und Hetze, weil sie jung und weiblich sind. Anna Peters, Bundessprecherin der Grünen Jugend, und Ria Schröder, Bundestagskandidatin der Hamburger FDP, sprechen über Frauenfeindlichkeit, über die Quote, über das Baerbock-Bashing und neue Allianzen unter Politikerinnen. Anna Peters: "Natürlich ist da erstmal eine Grundsolidarität, die man teilt, weil man genau weiß, durch was man selber durchgegangen ist." 2'00 Merkel ## 2'23 Quotenfrau ## 2'43 Generationengerechtigkeit ## 3'10 Fridays for Future ## 3'40 Gendern 10'27 Selbstwirksamkeit bei den JuLis ## 12'50 Unabhängigkeit der Grünen Jugend ## 14'30 Unpolitische Jugend? ## 18'30 Themen der Jugend ## 21'10 Druck durch Klimabewegung ## 23'14 Haben es junge Frauen schwerer in der Politik? ## 25'30 Solidarität ## 26'18 Neuer Politikstil ## 28'35 Contra Quote ## 31'22 Pro Quote ## 33'33 Frauenfeindlichkeit heute ## 36'40 Christian Lindner ## 39'20 Annalena Baerbock ## 44'00 Olaf Scholz ## 47'00 Nachwuchsförderung ## 49'23 Freiheit und Solidarität ## 51'52 Der zweite Gedanke

54 Min.
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07.07.2021

Wahrheit - 4. Brandenburgische Gespräche

Die Debatte mit Natascha Freundel, Marcel Beyer und Marina Münkler Koproduktion von rbbKultur und Staatstheater Cottbus. Im Video: www.rbbkultur.de/derzweitegedanke "Wahrheit" - ein Kampfbegriff im 21. Jahrhundert. Hat es mit Donald Rumsfelds Rede von den "unknown unknowns" begonnen? Mit "fake news", über die der ehemalige US-Präsident so gern spricht? Die Literaturwissenschaftlerin Marina Münkler sagt, dass so genannte "Wahrheiten" heute oft moralisch aufgeladen sind, nicht selten als Heilsversprechen für ein gelungenes Leben - und wenn es nur darum geht, vegan zu leben. Der Schriftsteller Marcel Beyer versucht, sich fremdzuschreiben: das Ich im Text als ein Gegenüber auftreten zu lassen. Die Vielstimmigkeit der Literatur und natürlich der Humor sind gute Medizin gegen Wahrheitsfanatismus. Marina Münkler: "Wenn man sich über die Fakten nicht mehr verständigen kann, dann tauscht man den Meinungsbegriff durch den Wahrheitsbegriff aus und macht ihn zum Kampfbegriff. Die Verwendung des Wahrheitsbegriffs neigt dazu, ihn zu einem Kampfbegriff zu machen. Wir haben gerade so eine Situation, in der wir das verstärkt beobachten können." Marcel Beyer: "Nirgendwo gibt es so viel unauflösbare Widersprüche wie in vermeintlich klaren Verschwörungsnarrativen. Humor würde die völlig zum Zersplittern bringen, und damit würde dann auch gleich ein ganzes Weltbild in sich zusammenbrechen." Kommentare, Themenvorschläge bitte an derzweitegedanke@rbbkultur.de

49 Min.
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30.06.2021

Liebe heute

Die Debatte mit Natascha Freundel, Şeyda Kurt und Ulrich Peltzer Liebe war schon immer ein aufgeladener Begriff. Aufgeladen mit sexistischer Gewalt, Unterdrückung, Ungerechtigkeit und Normierung, meint die Berliner Journalistin Şeyda Kurt in ihrem ersten Buch "Radikale Zärtlichkeit". Sie plädiert für eine Utopie der "Ethik eines neuen Miteinanders", die der Würde und Freiheit jedes Menschen dient. Vergesst die Liebe, lebt Gerechtigkeit auch im Intimen, sagt sie. Wie war das mit der ersten, großen Liebe? - fragt der Schriftsteller Ulrich Peltzer in seinem Roman "Das bist du". Blitzlichtartige Erinnerungsbilder zeigen ein Westberliner Studentenleben um 1980, als der Erzähler die Frau seines Lebens fand und verlor. Die Liebe des Lebens - ein Fall für den Sondermüll der Geschichte? Ein Streitgespräch über Liebe, Gewalt und Zärtlichkeit gestern und heute. Şeyda Kurt: Radikale Zärtlichkeit. Warum Liebe politisch ist. Harper Collins 2021, 256 S., 18 Euro Ulrich Peltzer: Das bist du. Roman. S. Fischer 2021, 288 S., 22 Euro Schreiben Sie Ihre Kommentare, Kritik oder Ideen zu "Der Zweite Gedanke" bitte direkt an Natascha Freundel unter derzweitegedanke@rbbkultur.de oder unter www.rbbkultur.de/derzweitegedanke

42 Min.
Wroclaw - Hausfassade mit der deutschen Aufschrift Lebensmittelladen © Kamil Majchrzak
23.06.2021

Wir Flüchtlinge? - Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Die Debatte mit Natascha Freundel, Gundula Bavendamm und Kamil Majchrzak Das Dokumentationszentrum "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" wurde nach über 20 Jahren heftiger Diskussionen eröffnet. Die zentrale Dauerausstellung stellt die Zwangsmigration von 12 bis 14 Millionen Deutschen aus Ost- und Südosteuropa in den Kontext des Zweiten Weltkriegs und in den Kontext weltweiter Migrationserfahrungen bis heute. Eine neue, wichtige Adresse auf der Karte der Gedächtnisorte in der deutschen Hauptstadt. Doch warum findet hier keine kritische Auseinandersetzung mit dem Revisionismus des "Bundes der Vertriebenen" statt? Geht die Ausstellung zu wenig auf die Diversität der Deutschen im 20. Jahrhundert und heute ein? Und soll das Haus ein Ort für Debatten zu aktuellen Flüchtlingsfragen werden? "Der Begriff Vertreibung scheint immer noch reserviert zu sein für eine Geschichte von Deutschen für Deutsche über Deutschland." Kamil Majchrzak "Es ist natürlich überhaupt nicht unsere Idee, diesen Vertreibungsbegriff in irgendeiner Weise zu reservieren, sondern wir schildern ja eine Menschheitsgeschichte der Flucht und Vertreibung. Und davon ist das, was mit den Deutschen passiert und was sie vorher anrichten, ein Teil." Gundula Bavendamm Mehr Infos und Fotos unter www.rbbkultur.de/derzweitegedanke Anregungen, Fragen, Kritik bitte an derzweitegedanke@rbbkultur.de

46 Min.
Deutsches Theater Berlin © POP-EYE/Christian Behring
16.06.2021

Spiegel der Welt? - Macht im Theater

Die Debatte mit Natascha Freundel, Iris Laufenberg und Patrick Wildermann "Es ist höchste Zeit, der Welt - gerade und erst recht in Zeiten einer Pandemie - den Spiegel vorzuhalten", meint die künftige Intendantin des Deutschen Theaters Berlin, Iris Laufenberg, Doch wie kann das Theater der Welt den Spiegel vorhalten, wenn es mit strukturellen Fragen von Machtmissbrauch und mangelnder Teilhabe beschäftigt ist? Bühnen wie das Deutsche Theater seien "hochelitäre" Betriebe, sagt der Theaterkritiker Patrick Wildermann. Sie müssten viel mehr tun, um alle Teile der Gesellschaft anzusprechen. Daran arbeite sie schon lange, erklärt die Grazer Intendantin Laufenberg. Ein Streitgespräch über Brüche in der Machtstruktur, die Vorfälle an der Volksbühne, am Gorki und am Schauspielhaus Düsseldorf, über Gehälter und Gagen, Schutzräume für Schutzbedürftige, Diversität und Konfliktbereitschaft. Quellen und weiterführende Links unter www.rbbkultur.de/derzweitegedanke Kommentare und Vorschläge für Debatten bitte an derzweitegedanke@rbbkultur.de

45 Min.
Jugendliche steht in ihrem Zimmer am Fenster © Paul Zinken/dpa
09.06.2021

Generation Lost? - Jugend in der Pandemie

Die Debatte mit Natascha Freundel, Melisa Başkara, Lino Menden und Severine Thomas Sie wurden als Party People und Super Spreader bezeichnet. Oder auch als "Generation Corona", die "voll am Arsch" sei. Melisa und Lino haben den Corona-Stillstand in unterschiedlichen Verhältnissen in Berlin erlebt. Für beide ist wichtig geworden, auf die eigene Stimme zu hören. Melisa hat gelernt, auf Freunde zu verzichten und liebt jetzt Sonnenuntergänge. Lino spricht von der "Generation Spaziergang". Wie viele junge Menschen haben sie die durch ihr Verhalten zur Eindämmung des Virus beigeitragen. Andere sehen ihr Leben "dahinschwimmen", weiß die Jugendforscherin Severine Thomas. Sie fordert, dass die Beteiligung junger Menschen an allen demokratischen Prozessen viel stärker verankert werden. Melisa Başkara: "Ich habe gelernt, mit mir und meinem Dasein klarzukommen. In der heutigen Gesellschaft läuft man ja oft der Gesellschaft hinterher." Lino Menden: "Ein Freund von mir hat gesagt, dass wir die Spaziergänger-Generation sein werden, da man sonst in dieser Zeit nicht viel machen konnte." Severine Thomas: "Wir brauchen eine starke Lobby für Kinder und Jugendliche, um gesellschaftliche Verpflichtungen zur Mitbestimmung einzulösen. Jetzt sind alle Akteure stärker gefragt, auch in ihren eigenen Arbeitskontexten, vielleicht bis in den Rundfunk hinein: wo hören wir eigentlich auf das, was junge Menschen denken?" www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/das-leben-von-jungen-menschen-in-der-corona-pandemie-1

41 Min.

Die Debatte mit Natascha Freundel, Melisa Başkara, Lino Menden und Severine Thomas Sie wurden als Party People und Super Spreader bezeichnet. Oder auch als "Generation Corona", die "voll am Arsch" sei. Melisa und Lino haben den Corona-Stillstand in unterschiedlichen Verhältnissen in Berlin erlebt. Für beide ist wichtig geworden, auf die eigene Stimme zu hören. Melisa hat gelernt, auf Freunde zu verzichten und liebt jetzt Sonnenuntergänge. Lino spricht von der "Generation Spaziergang". Wie viele junge Menschen haben sie die durch ihr Verhalten zur Eindämmung des Virus beigeitragen. Andere sehen ihr Leben "dahinschwimmen", weiß die Jugendforscherin Severine Thomas. Sie fordert, dass die Beteiligung junger Menschen an allen demokratischen Prozessen viel stärker verankert werden. Melisa Başkara: "Ich habe gelernt, mit mir und meinem Dasein klarzukommen. In der heutigen Gesellschaft läuft man ja oft der Gesellschaft hinterher." Lino Menden: "Ein Freund von mir hat gesagt, dass wir die Spaziergänger-Generation sein werden, da man sonst in dieser Zeit nicht viel machen konnte." Severine Thomas: "Wir brauchen eine starke Lobby für Kinder und Jugendliche, um gesellschaftliche Verpflichtungen zur Mitbestimmung einzulösen. Jetzt sind alle Akteure stärker gefragt, auch in ihren eigenen Arbeitskontexten, vielleicht bis in den Rundfunk hinein: wo hören wir eigentlich auf das, was junge Menschen denken?" www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/das-leben-von-jungen-menschen-in-der-corona-pandemie-1

Ein Mädchen hält von dem Hanadi-Turm, der durch israelische Luftangriffe beschädigt wurde und eingestürzt ist, Luftballons in die Höhe. © Mohammed Talatene/dpa
26.05.2021

Krieg oder Föderation? - Zur Zukunft in Israel und Palästina (Deutsch-Englisch)

Die Debatte mit Natascha Freundel, Omri Boehm und Michael Wolffsohn (Deutsch-englische Originalfassung, ohne Übersetzung) Nach elf Tagen Raketenkrieg zwischen Israel und Hamas im Mai 2021 lohnt es sich, über neue Ideen des Miteinanders zwischen Juden und Arabern in Nahost nachzudenken. Der Philosoph Omri Boehm und der Historiker Michael Wolffsohn haben verschiedene Vorschläge für die Bildung einer jüdisch-arabischen Föderation. Die viel beschworene "Zweistaatenlösung" muss ad acta gelegt werden, darin sind sie sich einig. Eine Diskussion über die Ursachen der neuen Eskalation, über den Begriff "Apartheid" und über föderale Modelle für ein neues, friedliches Miteinander im Nahen Osten. "Die Zweistaatenlösung ist keine Lösung, sondern ein Problem." Michael Wolffsohn

47 Min.
Ein Mädchen hält von dem Hanadi-Turm, der durch israelische Luftangriffe beschädigt wurde und eingestürzt ist, Luftballons in die Höhe. © Mohammed Talatene/dpa
26.05.2021

Krieg oder Föderation? - Zur Zukunft in Israel und Palästina

Die Debatte mit Natascha Freundel, Omri Boehm und Michael Wolffsohn (Mit deutscher Übersetzung) Nach elf Tagen Raketenkrieg zwischen Israel und Hamas im Mai 2021 lohnt es sich, über neue Ideen des Miteinanders zwischen Juden und Arabern in Nahost nachzudenken. Der Philosoph Omri Boehm und der Historiker Michael Wolffsohn haben verschiedene Vorschläge für die Bildung einer jüdisch-arabischen Föderation vorgelegt. Die viel beschworene "Zwei-Staaten-Lösung" muss ad acta gelegt werden, darin sind sie sich einig. Eine Diskussion über die Ursachen der neuen Eskalation, über den Begriff "Apartheid" und über föderale Modelle für ein neues, friedliches Miteinander im Nahen Osten. "Die Zweistaatenlösung ist keine Lösung, sondern ein Problem." Michael Wolffsohn

47 Min.