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Zwei Frauen und ein Mann stehen im Kreis und sind in ein Gespräch vertieft.
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Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.

Zwei Frauen und ein Mann stehen im Kreis und sind in ein Gespräch vertieft.

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Zwei Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 sitzen im Klassenraum mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern an Einzelpulten und schreiben mit.
17.01.2022

Landeselternbeirat BW: Corona-Protest zum Thema im Unterricht machen

Der Landeselternbeirat Baden-Württemberg regt an, dass die Kontroversen in der Corona-Pandemie und der Protest gegen Schutzmaßnahmen Gegenstand des Unterrichts werden sollten. Das könne in Gemeinschaftskunde etwa "sehr wertvoll" sein, hat Michael Mittelstaedt, Vorsitzender des Landeselternbeirats Baden-Württemberg, gesagt. Hintergrund der Diskussion sind Erkenntnisse des Bundesinnenministeriums, dass Gegner der Corona-Maßnahmen in einzelnen Fällen vor Schulen demonstriert und auch versucht haben sollen, Schülerinnen und Schüler anzusprechen. Auch von Drohungen war die Rede - der Landeselternbeirat kennt solche Berichte, in Baden-Württemberg seien das aber extreme Einzelfälle, erklärt Mittelstaedt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.

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Eine Corona-Warn-App zeigt auf einem Handy ein erhöhtes Risiko an, mit einer an Corona infizierten Person Kontakt gehabt zu haben.
17.01.2022

Rote Meldung in der Corona-Warn-App: Was muss der Arbeitgeber wissen?

Bei einer roten Meldung in der Corona-Warn-App war das Mobiltelefon in der eigenen Tasche mindestens zehn Minuten lang auf engerem Raum mit dem Handy einer anderen Person, die die App nutzt und dann eine Infektion mit dem Corona-Virus gemeldet hat. Was also tun? Eine sogenannte "rote Meldung" führt nicht automatisch zu einer Melde- oder Quarantänepflicht, denn die Umstände - war es mit FFP2-Maske auf dem Wochenmarkt oder doch im Restaurant am Nachbartisch - müssen zuvor noch geklärt werden. Deswegen sollte Kontakt mit dem Hausarzt oder der örtlichen Corona-Hotline unter 116117 gesucht werden. Wie es dann weitergeht, klärt SWR-Wirtschaftsredakteur Lutz Heyser im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern.

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Ein Hausarzt sitzt während einer Videosprechstunde in seiner Praxis vor einem Laptop.
14.01.2022

Hausärzteverband: Wir sind der Schutzwall für die Krankenhäuser

Die rheinland-pfälzische Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Barbara Römer, hat empört reagiert auf die Forderung, dass niedergelassene Ärzte Corona-Patienten verstärkt ambulant behandeln sollen. Diese Forderung kommt vom Chef der deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß. Er befürchtet, dass die normalen Stationen der Krankenhäuser überlastet werden, weil die Omikron-Variante zwar ansteckender, der Krankheitsverlauf aber oft milder ist. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Arne Wiechern sagte Römer: "Wir sind bereits seit März 2020 - nicht erst seit Omikron - der Schutzwall für die Krankenhäuser schlechthin." Gaß habe offensichtlich die Leistung der ambulanten Versorgung in der Pandemie komplett aus den Augen verloren.

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Vor 50 Jahren gab es einen Runderlass: Im behördlichen Sprachgebrauch sei für jede weibliche Erwachsene die Anrede "Frau" zu verwenden.
14.01.2022

Kabarettistin: Wenn Frauen in der Sprache nicht vorkommen, nehmen sie sich anders wahr

Das Wort "Fräulein" - seit 50 Jahren ist es offiziell aus der Behördensprache verschwunden. Der damalige Innenminister Genscher stellte klar, dass jede weibliche Erwachsene - egal ob verheiratet oder nicht - immer als "Frau" anzusprechen ist. Heute diskutieren wir über Gendersternchen und auch darüber, ob man zum Beispiel bei jeder Berufsbezeichnung konsequent immer die männliche und weibliche Form nennen muss. Die Kabarettistin Gerburg Jahnke versteht diese Diskussionen nicht. Sie sagt, es sei kein großer Aufwand, allen Menschen gerecht zu werden und beide Geschlechterformen zu nennen. Denn: "Wenn Frauen in der Sprache nicht vorkommen, nimmst du dich als Frau anders wahr." Das werde den Männern ganz schnell deutlich, wenn Jahnke die Zuschauer ihres Kabarett-Programms mit "Guten Abend, liebe Damen" begrüße - ergänzt durch ein "Die Männer sind natürlich mitgemeint." Im Gespräch mit SWR Aktuell Moderator Arne Wiechern erzählt Jahnke, wie sie Gendersprache im Alltag sonst noch wahrnimmt und worauf sie Wert legt bei der Bezeichnung ihrer Haustiere.

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In dem Schreiben einer Versicherung aus dem Jahr 1989 wird in der Anrede das Wort "Fräulein" verwendet.
14.01.2022

50 Jahre kein "Fräulein” mehr - wo stehen Frauen in der Sprache heute?

Seit 50 Jahren ist aus der Behördensprache das "Fräulein" verschwunden. 1972 erging ein Erlass des damaligen Bundesinnenministers Hans-Dietrich Genscher, dass Männer und Frauen in der Anrede nicht unterschiedlich behandelt werden sollten. Aus "Fräulein" wurde "Frau". Gerade in den letzten Jahren ist geschlechtergerechte Sprache ein großes Thema. "Sokrates wusste schon vor zweieinhalb Tausend Jahren, 'wer in der Sprache nicht vorkommt, ist auch nicht im Bewusstsein'", sagt Marlies Krämer. Die heute 85-Jährige ist Trägerin des Marie Juchacz-Frauenpreises des Landes Rheinland-Pfalz und setzt sich seit 30 Jahren dafür ein, dass in offiziellen Dokumenten, im Geschäftsleben oder in der formellen Sprache auch die weibliche Form vorkommt. Sie hat sich zum Beispiel geweigert, ihren Personalausweis zu unterschreiben, solange dort nur "Inhaber" stand. Sie hat auch die Sparkasse Saarbrücken verklagt, weil sie nicht als "Kunde" angesprochen werden wollte. "Die Sprache bestimmt unsere gesamte Gesellschaftsstruktur. Und so wie wir [Frauen] in der Sprache vorgekommen sind, so sind wir auch behandelt worden - nämlich überhaupt nicht oder äußerst mies", so Krämers Einschätzung der Vergangenheit. Wie für sie geschlechtergerechte Sprache heute aussehen sollte, erklärt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.

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