Machiavelli
COSMO

Machiavelli - Rap und Politik

Pop und Szene

Rap liebt Politik. Und Politik liebt Rap. Vassili Golod und Jan Kawelke sprechen und streiten über diese Liebesgeschichte. Es geht um Menschen mit einer Stimme, um Menschen mit Macht. Nominiert für den Deutschen Podcastpreis 2020.

Machiavelli

Alle Episoden

Machiavelli: Das Triell
22.09.2021

Machiavelli: Das Triell

Hier kommt das letzte Triell vor der Bundestagswahl, versprochen. Ob es das Beste ist, müsst ihr entscheiden. Auf jeden Fall ist es anders: Salwa Houmsi und Vassili Golod sprechen nicht mit Olaf Scholz, Armin Laschet und Annalena Baerbock, sondern mit drei jungen Bundestagskandidatinnen der jeweiligen Parteien. Für die SPD: Juso-Chefin Jessica Rosenthal. Für die CDU: KlimaUnion-Gründerin Wiebke Winter. Und für die Grünen: Sozialpolitikerin Ricarda Lang. Die Fragen stellen Salwa und Vassili, inspiriert von euren Nachrichten. Und auch die Popkultur kommt zu Wort: Henning May, Mia Morgan, KeKe, Farid Bang, Leepa und Roger Rekless haben Sprachnachrichten geschickt, die wir den drei Politikerinnen vorspielen. Es geht um Klima, Feminismus, Korruption, soziale Ungerechtigkeit und die verloren gegangenen Werte Europas. Hört rein, macht euch Gedanken, informiert euch zusätzlich über andere Parteien - und geht bitte wählen. /// Alle Infos und Shownotes zur Folge gibt es hier: www.wdr.de/k/machiavelli

87 Min.
Machiavelli, der Podcast über Rap und Politik- Cover Folge 76:  Deep Dive Dave - Ein Album wie ein Film
15.09.2021

Deep Dive Dave - Ein Album wie ein Film

"We’re all alone in this together", der Titel von Daves zweitem Album könnte nicht besser zur Folge passen: Wir sind hier alle alleine - gemeinsam. Jan Kawelke ist in dieser Folge nämlich ohne Salwa Houmsi und Vassili Golod vor dem Mikrofon, dafür aber gemeinsam mit euch. Und mit eben diesem Album des britischen Rapstars. Der Nachfolger von "Psychodrama" ist ein Film. Ein Film, der Welten umspannt. Santan Dave rattert die Raps runter und die Bilder auf die Leinwand: Benin-City, Balkankrieg, Bandenkriminalität, zwei Brüder hinter Gittern und eine Mutter am Rande der Verzweiflung. Das Album erzählt von dem brillanten Beobachter, dem obsessiven Klavier- und Wortspieler, der die vollgepissten Matratzen gegen die roten Aston-Martin-Ledersitze getauscht hat. Den Selbstzweifeln und Selbstmordgedanken konnte Dave aber nicht davon rasen und deswegen konfrontiert er sich mit voller Wucht mit sich selbst - und mit der britischen Gesellschaft gleich mit. Dave nimmt sich Zeit. Manchmal erzählt er neun Minuten. Grund genug, sich mit derselben Aufmerksamkeit diesem dichten Werk zu widmen und tief zu tauchen in die rot-pinke See von "We’re all alone in this together". Audio Shownotes Kurz-URL: www.wdr.de/k/machiavelli

31 Min.
PUSH - Ist Drakes Männlichkeitsbild überholt? #31
08.09.2021

PUSH - Ist Drakes Männlichkeitsbild überholt? #31

Salwa und Vassili sprechen in der neuen Folge über die Themen der Woche. Ihr persönliches Highlight ist ausnahmsweise etwas selbstreferenziell: der Start der zweiten Staffel Machiavelli Sessions. Generell löst diese Episode viele Körperreaktionen aus: krasse Gänsehaut bei Nuras Orchesterversion von "Fair”, heftiges Kopfschütteln bei Salwas Analyse von Drakes neuem Album und zustimmendes Nicken für die progressive Arbeit und den Internet-Humor von Lil Nas X. Wenn Vassili dabei ist, darf natürlich auch die politische Analyse nicht fehlen. Wenige Wochen vor der Wahl geht es um die Amerikanisierung des deutschen Wahlkampfs. Konkret um Künstler:innen, die sich für eine Partei aussprechen. Um den Wahlaufruf-Song von Eko Fresh und um diverse Wahlentscheidungshilfen. Außerdem das COSMO-Projekt "Weißer Bundestag - Migrant:innen vor der Wahl”. Mehr Infos zur Folge: www.wdr.de/k/machiavelli

47 Min.
Machiavelli  - Clueso: Kein schöner Land
01.09.2021

Clueso: Kein schöner Land

Kaum ein/e Künstler:in hat in der Pop- und in der Rapwelt gleichzeitig so viel Kredibilität wie Clueso. Rapper:innen sehen den früheren MC immer noch als einen von ihnen an und der Rest von Deutschland (und Chicago) hatte mindestens schon mal einen Ohrwurm von ihm: Niemand mag Clueso nicht. Andersrum sieht das anders aus. Denn Clueso hat ein klare Haltung, er geht demonstrieren, er engagiert sich beispielsweise für Erfurt und Äthiopien und macht den Mund auf, wenn es sein muss - außer auf seinen Songs. Da muss man wirklich schon sehr genau hinschauen, um politische Botschaften zu entdecken. Warum ist das so? Darüber haben Vassili und Jan mit ihm gesprochen. Außerdem über das Triell zwischen Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet (was Vassili bewertet), Kanyes Donda-Wahnsinn (den Jan bewertet) und den Grünen-Gesangsbanger "Ein schöner Land" (den Clueso bewertet und zeigt, wie man es besser hätte machen können). Eine Machiavelli Folge, bei der einem der Kopf explodiert, während man sie umarmen will. Wer bis zum Ende hört, versteht auch das. /// Mehr Infos: www.wdr.de/k/machiavelli

70 Min.
Demoschild auf dem "Free Britney" steht
18.08.2021

Warum müssen wir Britney Spears befreien? | Talk

Salwa und Jan sprechen in der neuen Folge über die Themen der Woche(n). Denn in der Pause ist viel passiert: Erstmal müssen wir aufdröseln, warum es unser aller heilige Bürgerpflicht ist, Britney Spears aus den Fängen ihres Vaters zu befreien, dann küren wir DaBaby zum schlechtesten (und homophobsten) Bühnenansager der Welt und vielleicht verrennt sich Jan dabei in einer gewagten These über die Progressivität der HipHop-Szene. Natürlich blicken wir aufgrund der aktuellen Ereignisse auch nach Afghanistan, sprechen über die Situation für die Musik vor Ort und lassen uns von Telefon-Golod kommentieren, wo die deutsche Außenpolitik versagt hat (Spoiler: Überall). Zum Schluss gibt es natürlich ein Playlist-Perlen-Update mit alten Bekannten (Lizzo & Cardi B) und neuen Freunden (Ezhel & Kelvyn Colt). /// Mehr Infos zur Folge: www.wdr.de/k/machiavelli

57 Min.
Machiavelli  - Weltraum: All für alle?
10.08.2021

Weltraum: All für alle?

Früher lieferten sich Weltmächte ein Rennen zum Mond, heute konkurrieren Milliardäre wie Jeff Bezos oder Elon Musik um einen Platz im Weltall - aber lohnt sich der Kurztrip ins Universum überhaupt noch? Sind die Aliens nicht längst unter uns? Glaubt man dem Pentagon und den US-Navy-Piloten, dann scheinen UFOs längst nicht mehr nur Science-Fiction zu sein. Rappern wie Genetikk, Olexesh oder Marteria war das schon längst klar, sie inszenieren sich auf ihren Alben als Abgesandte einer höheren Spezies - wie sonst sollen übernatürliche Flows auch erklärbar sein? Politisch ist der Trip ins All auf Albumlänge leider nur am Rande. Was der Deutschrap versäumt, wird, wie so oft, von den USA ausgebügelt: Dort ist die Verbindung zwischen Musik und Universum ein hochpolitisches Thema: Afrofuturist:innen entwerfen Welten, in denen Schwarze Menschen frei von Sklaverei, Unterdrückung und Rassismus leben können - und Künstler:innen, wie George Clinton, Sun Ra, Janelle Monáe und Kendrick Lamar singen darüber. Eine Folge, so groß wie das Universum: Wem gehört der Weltraum? Kann sich Lil Uzi Vert einen Planeten kaufen? Und warum sehen alle Raketen aus wie Penisse? All das und das ganze All jetzt überall, wo es Podcasts gibt.

65 Min.
PUSH: Keine Politik im Stadion? #29
07.07.2021

PUSH: Keine Politik im Stadion? #29

Fast könnte man bei dieser Folge meinen, man hätte sich verklickt: Im Rap- & Politik-Podcast wird über Sport gesprochen? Ist das noch Machiavelli? Ist es. Das fällt spätestens auf, wenn Vassili den ersten Fußballfloskel-Wortwitz macht (und beim Fußballgott, macht er viele). Aber es erklärt sich auch, wenn auffällt, wie viele Gemeinsamkeiten es zwischen Politik im Sport und Politik im Rap gibt. Zum Beispiel, dass es meistens die Unterdrückten sind, die ihre Stimme erheben oder dass man es nicht so eng sehen muss mit den Menschenrechten, wenn es um Geld geht. Der Ball rollt und der Rubel auch. Kaum ein Kulturereignis prägt für eine kurze Zeit so sehr unseren Alltag, die Wirtschaft, die Musik, die Gespräche und die Politik wie ein großes Fußball-Turnier. Mehr denn je werden sportliche Großereignisse auch zu politischen Veranstaltungen und gerade zu dieser Fußball-Europameisterschaft gibt es viele Debatten, die von den Plätzen in die Parlamente dringen: Regenbogen-Binden und -Arenen, Kniefälle und Vorfälle im Stadion, geformte Herzen und gestreckte Arme. Frei nach Stürmerlegende Adi Preißler: "Politisch is aufm Platz". Aber ist das überhaupt richtig? Sollte Sport politisch sein? Und wenn ja, wie? Warum sind so viele Fußballer so unpolitisch - und Fußballerinnen ein Politikum? Was eint Muhammad Ali, Billie Jean King und Leon Goretzka? Darüber sprechen wir in dieser besonderen Folge Machiavelli PUSH, in der die Equipe Salwa-Vassili-Jan vereint ist, zusammen mit Sportjournalist Philipp Awounou und Ex-Bundesligaspielerin Tuğba Tekkal, bevor wir uns in die vierwöchige Podcast-Sommerpause verabschieden. Am 11.08. sind wir wieder zurück - bis dahin, bleibt uns auf Instagram & Twitter treu und trefft uns Live - Infos dazu auf unseren Social-Kanälen! Alle Shownotes: www.wdr.de/k/machiavelli

80 Min.

Fast könnte man bei dieser Folge meinen, man hätte sich verklickt: Im Rap- & Politik-Podcast wird über Sport gesprochen? Ist das noch Machiavelli? Ist es. Das fällt spätestens auf, wenn Vassili den ersten Fußballfloskel-Wortwitz macht (und beim Fußballgott, macht er viele). Aber es erklärt sich auch, wenn auffällt, wie viele Gemeinsamkeiten es zwischen Politik im Sport und Politik im Rap gibt. Zum Beispiel, dass es meistens die Unterdrückten sind, die ihre Stimme erheben oder dass man es nicht so eng sehen muss mit den Menschenrechten, wenn es um Geld geht. Der Ball rollt und der Rubel auch. Kaum ein Kulturereignis prägt für eine kurze Zeit so sehr unseren Alltag, die Wirtschaft, die Musik, die Gespräche und die Politik wie ein großes Fußball-Turnier. Mehr denn je werden sportliche Großereignisse auch zu politischen Veranstaltungen und gerade zu dieser Fußball-Europameisterschaft gibt es viele Debatten, die von den Plätzen in die Parlamente dringen: Regenbogen-Binden und -Arenen, Kniefälle und Vorfälle im Stadion, geformte Herzen und gestreckte Arme. Frei nach Stürmerlegende Adi Preißler: "Politisch is aufm Platz". Aber ist das überhaupt richtig? Sollte Sport politisch sein? Und wenn ja, wie? Warum sind so viele Fußballer so unpolitisch - und Fußballerinnen ein Politikum? Was eint Muhammad Ali, Billie Jean King und Leon Goretzka? Darüber sprechen wir in dieser besonderen Folge Machiavelli PUSH, in der die Equipe Salwa-Vassili-Jan vereint ist, zusammen mit Sportjournalist Philipp Awounou und Ex-Bundesligaspielerin Tuğba Tekkal, bevor wir uns in die vierwöchige Podcast-Sommerpause verabschieden. Am 11.08. sind wir wieder zurück - bis dahin, bleibt uns auf Instagram & Twitter treu und trefft uns Live - Infos dazu auf unseren Social-Kanälen! Alle Shownotes: www.wdr.de/k/machiavelli

Machiavelli: MeToo: Rap(e)-Culture
29.06.2021

MeToo: Rap(e)-Culture | Talk über sexualisierte Gewalt im Deutschrap

Die Debatte dauert an. Zwei Wochen nach den Vergewaltigungsvorwürfen gegen den Rapper Samra wird weiter über sexualisierte Gewalt in der Deutschrap-Szene gesprochen - von Szenemedien und großen Zeitungen, von Journalist:innen und Rapper:innen, Fans, Gegner:innen und Verantwortlichen der Szene. Und unabhängig von der Causa Samra zeigt sich vor allem eines: Es braucht noch viel Aufklärung. Aufklärung über eine Kultur, die Vergewaltigungen verharmlost, verdeckt und befördert, die Betroffenen die Schuld gibt, Täter:innen schützt - und, die viel zu viele von uns immer noch verinnerlicht haben: Rape-Culture. Anhand des aktuellen Falles und der Kommentare dazu arbeiten wir durch, wie sich Rape-Culture äußert und wie man mit ihr umgeht. Wie sie den Diskurs verschiebt und wie sie auch über die Ränder des Rap hinaus wirkt und unsere Gesellschaft prägt. Außerdem wollen wir klären, ob Deutschrap gerade seinen MeToo-Moment hat und ob die Beispiele Nimo, Bushido, Universal und Co. eine tatsächliche Veränderung zeigen oder ob wir lieber unsere Sachen packen und Deutschrap hinter uns lassen. All das in der neuen Folge Machiavelli. /// Mehr Infos: www.wdr.de/k/machiavelli

71 Min.
PUSH: Mit Megaloh - Erlebt Deutschrap sein MeToo? #28
24.06.2021

PUSH: Mit Megaloh - Erlebt Deutschrap sein MeToo? #28

Ein Beben geht durch die Deutschrap-Szene. Nach den Vergewaltigungsvorwürfen von der Influencerin Nika Irani gegenüber dem Rapper Samra scheint die Deutschrap-Szene ihren MeToo-Moment zu erleben. Daran beteiligt: Das Rantalmoos-Kollektiv, die drei Frauen von Twitter bauen eine Anlaufstelle für Menschen auf, die sexuelle Übergriffe erlebt haben. #DeutschrapMeToo haben Jan von ihrer Initiative erzählt - von dem Vorgehen, dem Feedback und wie man sie unterstützen kann. Zu den Supporter:innen gehört auch Megaloh. Der Moabiter Meisterreimeschreiber ist in der aktuellen Folge zu Gast und vertritt Salwa. Zusammen mit Jan spricht er über Machtmissbrauch, männliche Verantwortung, Übergriffe auf Festivals und eigene alte sexistische Zeilen. Außerdem bereden die beiden den neuesten Polizei-Skandal rund um die Frankfurter SEK-Einheit, für den der Rapper deutliche Worte findet: "Deutschland sollte sich schämen." Und da wir mitten in der Fußball-EM sind, müssen wir natürlich noch über Megalohs Dribbelkünste, über Kniefälle und Regenbogen-Binden sprechen. Danke an #DeutschrapMeToo und Megaloh für das Gespräch. Die Folge ist auf allen Plattformen online. Audio Shownotes Kurz-URL: www.wdr.de/k/machiavelli

48 Min.
Machiavelli - Jan Delay & Annalena Baerbock: Vom Underground zum Mainstream
01.06.2021

Vom Underground zum Mainstream: Jan Delay & Annalena Baerbock im Talk

Historisch! Gleich aus mehreren Gründen. Erstens, weil diesmal eine jetzt schon historische Figur im Podcast zu Gast ist: Die erste Grüne Kanzlerkandidatin der Geschichte. Zweitens: Weil zum ersten Mal der Rap-Part in diesem Podcast älter ist, als das politische Gegenüber. Nur ein paar wenige Jahre, aber noch immer eine Generation und damit auf Augenhöhe. So unterhalten sich Deutschrap-Pionier Jan Delay und Grünen-Hoffnung Annalena Baerbock darüber, dass sie sich damals vermutlich schon als Kinder bei den Protesten gegen Pershing über den Weg liefen, über gelbe Regenmäntel, den Underground, den Mainstream und über die Angst vor Kontrollverlust. Bleiben wir aber mal beim Historischen. Denn zur Geschichte gehört immer auch die richtige Aufarbeitung davon. Das wird im Fall "Nationalsozialistischer Untergrund” seit Jahren verhindert. Und erst jetzt hat die schwarz-grüne Koalition in Hessen die Offenlegung der Akten zu den rechtsradikalen Mordanschlägen verhindert. Das kann Delay nicht nachvollziehen - und Baerbock auch nicht, wie sie im Podcast erklärt: "Wir hätten es richtig gefunden, wenn es deutschlandweit ein Bundesamt gibt, wo alle NSU-Akten aus allen Bundesländern, aus allen Untersuchungsausschüssen, gesammelt veröffentlicht werden.” Ob diese Forderung tatsächlich umgesetzt wird - sollten die Grünen mitregieren - und ob sie wirklich so viel anders machen, wenn sie in der Regierung sind: Das werden wir mit Jan Delay & Annalena Baerbock besprechen - 200 Tage nach der Wahl. So viel ist schon verabredet. Erstmal aber diese Folge "Vom Underground zum Mainstream”, überall, wo es Podcasts gibt und bei YouTube mit Video. // Mehr Infos zum Podcast: www.wdr.de/k/machiavelli

83 Min.

Historisch! Gleich aus mehreren Gründen. Erstens, weil diesmal eine jetzt schon historische Figur im Podcast zu Gast ist: Die erste Grüne Kanzlerkandidatin der Geschichte. Zweitens: Weil zum ersten Mal der Rap-Part in diesem Podcast älter ist, als das politische Gegenüber. Nur ein paar wenige Jahre, aber noch immer eine Generation und damit auf Augenhöhe. So unterhalten sich Deutschrap-Pionier Jan Delay und Grünen-Hoffnung Annalena Baerbock darüber, dass sie sich damals vermutlich schon als Kinder bei den Protesten gegen Pershing über den Weg liefen, über gelbe Regenmäntel, den Underground, den Mainstream und über die Angst vor Kontrollverlust. Bleiben wir aber mal beim Historischen. Denn zur Geschichte gehört immer auch die richtige Aufarbeitung davon. Das wird im Fall "Nationalsozialistischer Untergrund” seit Jahren verhindert. Und erst jetzt hat die schwarz-grüne Koalition in Hessen die Offenlegung der Akten zu den rechtsradikalen Mordanschlägen verhindert. Das kann Delay nicht nachvollziehen - und Baerbock auch nicht, wie sie im Podcast erklärt: "Wir hätten es richtig gefunden, wenn es deutschlandweit ein Bundesamt gibt, wo alle NSU-Akten aus allen Bundesländern, aus allen Untersuchungsausschüssen, gesammelt veröffentlicht werden.” Ob diese Forderung tatsächlich umgesetzt wird - sollten die Grünen mitregieren - und ob sie wirklich so viel anders machen, wenn sie in der Regierung sind: Das werden wir mit Jan Delay & Annalena Baerbock besprechen - 200 Tage nach der Wahl. So viel ist schon verabredet. Erstmal aber diese Folge "Vom Underground zum Mainstream”, überall, wo es Podcasts gibt und bei YouTube mit Video. // Mehr Infos zum Podcast: www.wdr.de/k/machiavelli

Machiavelli Push #26
26.05.2021

PUSH: BLM - Ein Jahr George Floyd #26 - mit Alice Hasters & Aimen Abdulaziz-Said

Vor einem Jahr starb George Floyd. Getötet von einem Polizisten, der über acht Minuten auf seinem Nacken kniete. Es war nicht der erste (und auch nicht der letzte) Vorfall, bei dem ein weißer Polizist einen Schwarzen Menschen ermordete - aber es war wohl der Fall mit den heftigsten Reaktionen. Rund um den Globus gingen Menschen auf die Straßen, das Black-Lives-Matter-Movement erlebte eine nie dagewesene Stärke, online und offline protestierten Menschen, es gab Kampagnen, Konsequenzen und die Hoffnung auf wirkliche Veränderung - auch in der Musikszene. Ein Jahr später sprechen die Journalist:innen Alice Hasters und Aimen Abdulaziz-Said darüber, ob sich diese Hoffnungen erfüllt haben. Was hat sich wirklich getan? Wie hat die Rap-Szene in den USA und in Deutschland reagiert, wie die Politik? Gab es tatsächlichen Wandel oder nur leere Worte? In dieser Sonderfolge Machiavelli Push übernehmen die beiden die Mikrofone und machen eine Reise durch das Jahr und darüber hinaus, reisen weit in die Deutschrap-Vergangenheit und bitten für die Bestandsaufnahme drei Schwarze Rap-Stimmen um ihre Gedanken. Danke Sugar MMFK. Danke Jalil. Danke Sylabil Spill. Und Danke Aimen & Alice. // Mehr Infos zum Podcast: www.wdr.de/k/machiavelli

62 Min.