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Der Podcast zum Wegträumen und Wachwerden: Krimis und Klassiker, Literatur und Pop als Download. Alles in einer Box.

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Chet Baker 1962 in Rom
23.01.2022

Auf der Suche nach Chet Baker | Krimi um den mysteriösen Tod der Jazz-Legende

Kriminalhörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Bill Moody. Chet Baker starb im Mai 1988 in Amsterdam in Folge eines Sturzes aus dem Hotelfenster. Unfall? Selbstmord? Mord? Sein Tod bleibt bis heute ein Mysterium. Evan Horne, Jazzpianist, wird von seinem Freund Professor Ace Burrington um Mithilfe bei den Recherchen für dessen Buch über Chet Bakers letzte Tage in Amsterdam gebeten. Doch als Evan in Amsterdam ankommt, ist der Professor von der Bildfläche verschwunden. Vieles deutet darauf hin, dass er Opfer eines Verbrechens geworden ist. Evan verirrt sich bei seiner Suche in einem lebensgefährlichen Labyrinth aus Gassen, Coffeeshops und Abrissbuden. Mit Martin Engler, Michael Wittenborn, Wolf-Dietrich Sprenger, Yorck Dippe, Tim Grobe, Fjodor Olev, Barbara Nüsse, Jens Rachut, Jürgen Uter, Maria Magdalena Wardzinska, Arne Schumacher u.a.. Übersetzung aus dem Amerikanischen: Anke Caroline Burger. Komposition: Vladislav Sendecki. Musiker: Vladislav Sendecki (Piano), Lutz Büchner (Saxophon), Ingmar Heller (Bass), Nathan Ott (Schlagzeug). Bearbeitung und Regie: Wolfgang Seesko. Redaktion: Christiane Ohaus. Produktion: NDR 2016. Verfügbar bis 17.04.2022. https://www.ndr.de/kultur/radiokunst

54 Min.
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Ein gemaltes Portrait von Molière.
15.01.2022

Molière: George Dandin oder Der gefoppte Ehemann

Molière zum 400. Geburtstag I Molière, eigentlich Jean-Baptiste Poquelin (* 15. Januar 1622 in Paris; † 17. Februar 1673 ebenda), besuchte ein Jesuitenkollegium und studierte Recht, bevor er Schauspieler wurde. 1643 gründete er mit der Schauspielerfamilie Béjart das "Illustre Théâtre". Nach dessen Pleite zog er mit einer Wandertruppe umher, deren Leitung er bald übernahm. Diese Truppe spezialisierte sich auf Farcen und Komödien im Stil der Commedia dell'arte, erste eigene Dramen entstanden. Molière war ab 1664 "Vergnügungsdirektor" von Sonnenkönig Ludwig XIV. Er bespielte den neu angelegten Park von Versailles mit großem Erfolg, sorgte aber auch immer wieder für Empörung und Skandale. Er zählt heute zu den großen "Klassikern", denn er machte die Komödie zu einer Gattung von ähnlicher Bedeutung wie die Tragödie und festigte das Theater als Diskussionsforum über gesellschaftliche Themen. l "George Dandin" wurde von Molière für die großen Hoffestlichkeiten zu Versailles im Sommer 1668 zur Feier des Friedens von Aachen geschrieben. In der Uraufführung (am 18. Juli 1668) spielte der Dichter selbst die Titelrolle. Es ist die Geschichte eines reichen Bauern, der die Tochter eines armen Edelmannes heiratet und von dieser an der Nase herumgeführt wird. Es sind gegen dieses Stück häufig Bedenken erhoben worden; vornehmlich Rousseau zeterte gegen den hier dargestellten Sieg des Lasters. Aber nicht die Handlung macht den eigentlichen Wert dieser Komödie aus. Es ist die Zeichnung der einzelnen Charaktere und der Witz der Dialoge, die dieses "Lustspiel" auszeichnen. Der NWDR Hannover versuchte im Jahr 1952 auch die Rahmenhandlung, die ursprünglich ein reines Ballett war, in die Funkbearbeitung einzubeziehen. l Mitwirkende: Hermann Schomberg (George Dandin), Evy Gotthardt (Angélique, seine Frau), Erich Ponto (Herr von Sotenville), Elsbeth Jäger (Frau von Sotenville), Günther Neutze (Vicomte de Clitander), Thea Seidat (Claudine, Zofe), Arthur Pipa (Lubin), Alexander Elgeti(Colin), Margot Guilleaume (Venus) und Robert Titze (Bacchus). Bearbeitung: Ernst Drolinvaux. Komposition: Eduard Hanisch. Musikalische Leitung: Willy Steiner. Regie: Kurt Ehrhardt. Produktion: NWDR Hannover 1952. Redaktion: Michael Becker.

48 Min.
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Molière zum 400. Geburtstag I Molière, eigentlich Jean-Baptiste Poquelin (* 15. Januar 1622 in Paris; † 17. Februar 1673 ebenda), besuchte ein Jesuitenkollegium und studierte Recht, bevor er Schauspieler wurde. 1643 gründete er mit der Schauspielerfamilie Béjart das "Illustre Théâtre". Nach dessen Pleite zog er mit einer Wandertruppe umher, deren Leitung er bald übernahm. Diese Truppe spezialisierte sich auf Farcen und Komödien im Stil der Commedia dell'arte, erste eigene Dramen entstanden. Molière war ab 1664 "Vergnügungsdirektor" von Sonnenkönig Ludwig XIV. Er bespielte den neu angelegten Park von Versailles mit großem Erfolg, sorgte aber auch immer wieder für Empörung und Skandale. Er zählt heute zu den großen "Klassikern", denn er machte die Komödie zu einer Gattung von ähnlicher Bedeutung wie die Tragödie und festigte das Theater als Diskussionsforum über gesellschaftliche Themen. l "George Dandin" wurde von Molière für die großen Hoffestlichkeiten zu Versailles im Sommer 1668 zur Feier des Friedens von Aachen geschrieben. In der Uraufführung (am 18. Juli 1668) spielte der Dichter selbst die Titelrolle. Es ist die Geschichte eines reichen Bauern, der die Tochter eines armen Edelmannes heiratet und von dieser an der Nase herumgeführt wird. Es sind gegen dieses Stück häufig Bedenken erhoben worden; vornehmlich Rousseau zeterte gegen den hier dargestellten Sieg des Lasters. Aber nicht die Handlung macht den eigentlichen Wert dieser Komödie aus. Es ist die Zeichnung der einzelnen Charaktere und der Witz der Dialoge, die dieses "Lustspiel" auszeichnen. Der NWDR Hannover versuchte im Jahr 1952 auch die Rahmenhandlung, die ursprünglich ein reines Ballett war, in die Funkbearbeitung einzubeziehen. l Mitwirkende: Hermann Schomberg (George Dandin), Evy Gotthardt (Angélique, seine Frau), Erich Ponto (Herr von Sotenville), Elsbeth Jäger (Frau von Sotenville), Günther Neutze (Vicomte de Clitander), Thea Seidat (Claudine, Zofe), Arthur Pipa (Lubin), Alexander Elgeti(Colin), Margot Guilleaume (Venus) und Robert Titze (Bacchus). Bearbeitung: Ernst Drolinvaux. Komposition: Eduard Hanisch. Musikalische Leitung: Willy Steiner. Regie: Kurt Ehrhardt. Produktion: NWDR Hannover 1952. Redaktion: Michael Becker.

Eine Szene aus "Amphitryon", in der Jupiter auf einer Wolke sitzt.
15.01.2022

Heinrich von Kleist: Amphitryon - ein Lustspiel nach Molière

"Amphitryon", Heinrich von Kleists "Lustspiel nach Molière", wurde 1899 uraufgeführt. Ursprünglich plante Kleist nur die Übersetzung von Molières gleichnamiger Komödie, arbeitete diese aber vor allem im Schlussteil um. Zum Inhalt: Voller Sehnsucht erwartet Alkmene die Rückkehr ihres Gatten Amphitryon aus dem Krieg. Endlich angekommen, verbringt sie eine berauschende Liebesnacht mit ihm - nicht ahnend, dass es der Gott Jupiter war, der sich ihr in Gestalt ihres Mannes näherte. Als am Morgen der echte Amphitryon eintrifft, weiß dieser nichts von der gemeinsamen Nacht - und zweifelt an der Treue seiner Frau. Auch Alkmenes ist erschüttert - nie würde sie den geliebten Ehemann betrügen! Erneut gibt sich Jupiter als Amphitryon aus, Gott und Mensch stehen sich in gleicher Gestalt gegenüber. Alkmene soll schließlich bezeugen, wer der echte Amphitryon sei. Mit ihrem vieldeutigen "Ach!" endet ein verwirrendes Spiel um Wahrheit und Täuschung. l Mit Ulrich Haupt (Jupiter), Klaus Höhne (Merkur), Wolfgang A. Kaehler (Amphitryon), Eleonore Schroth (Alkmene), Elisabeth Goebel (Charis), Günther Briner (Feldherr), Günter Siebert (Feldherr) und Eric Schildkraut (Sosias). Bearbeitung und Regie: Gerhard Lippert. Produktion: NDR 1963. Redaktion: Michael Becker.

82 Min.
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Der Sturm
05.01.2022

William Shakespeare: Der Sturm | Das letzte Stück des Schriftstellers

Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare. "Der Sturm" ist Shakespeares letztes Stück - und wie immer schafft er mit Zauberhand darin eine ganze Welt. Handlungsort ist eine einsame Insel jenseits der Zivilisation, bewohnt von Luftgeistern und erfüllt von schwarzer Magie. Hier strandete einst der Herzog von Mailand, Prospero, mit seiner Tochter Miranda. Sein Bruder Antonio hatte ihn auf dem offenen Meer ausgesetzt - in der Hoffnung auf ein Nimmerwiedersehen. Doch Prospero hat sich inzwischen mit Hilfe seiner Zauberkräfte die Insel zu eigen gemacht, die Hexe Sycorax besiegt, ihren Sohn Caliban zu seinem Diener gemacht und den Geist Ariel erlöst, der seither sein treuer Gefährte ist. Als nun der König von Neapel mit seinem Gefolge und Prosperos Bruder an Bord an der Insel vorbeikommt, lässt Prospero einen schrecklichen Sturm heraufziehen. Das Schiff kentert und die Insassen werden getrennt voneinander zur Insel getrieben. Ferdinand, der Sohn des Königs, schlägt sich allein durch das Dickicht und trifft auf Miranda, die außer ihrem Vater noch keinen Mann gesehen hat. Natürlich verlieben sich die beiden sofort ineinander. Währenddessen treibt Ariel sein tollkühnes Spiel mit der übrigen Schiffsbesatzung, bis sie am Ende alle wieder vor Prospero zusammentreffen. // Der englische Dramatiker William Shakespeare ist wahrscheinlich der bekannteste Dichter der Welt. Während seine Werke in alle gängigen Sprachen übersetzt und weltweit aufgeführt werden, weiß man über sein Leben nur wenig. Selbst das genaue Geburtsdatum von William Shakespeare ist nicht genau überliefert. Wahrscheinlich wurde er aber drei Tage vor seiner Taufe am 26. April 1564 in der nahe Birmingham gelegenen Ortschaft Stratford-upon-Avon geboren. Er stammt offenbar aus einem wohlhabenden Elternhaus: Sein Vater John war Handschuhmacher, Ratsherr und zwischenzeitlich Bürgermeister von Stratford. Seine Mutter Mary stammte aus einer angesehenen katholischen Familie. Die Dokumente über Shakespeares Leben sind ansonsten spärlich: Es gibt kaum Handschriftliches von ihm, keine Berichte von Freunden oder verbürgte Anekdoten. Überliefert ist, dass er nach dem Besuch der örtlichen Lateinschule die Bauerntochter Anne Hathaway heiratete, mit der er drei Kinder bekam. Ab 1592 lebte er in London, schloss sich einer Schauspieltruppe an und etablierte sich als Autor. Er schrieb Komödien, Historiendramen und Tragödien, gelegentlich trat er auch aus Schauspieler auf. Mit 46 Jahren kehrte er nach Statford zurück, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Als er am 23. April 1616 starb, verfügte er über einen umfangreichen Besitz. // Mit: Wilhelm Borchert (Prospero), Heidemarie Theobald (Miranda), Ernst Jacobi (Ferdinand), Gisela Matthishent (Ariel), Jochen Brockmann (Caliban), Rudolf Fernau (Alonso), Franz Nicklisch (Gonzalo), Klaus Miedel (Sebastian), Werner Stock (Antonio), Joachim Teege (Trinculo), Horst Bollmann (Stephano), Arnold Marquis (Bootsmann), Heinz Giese (Der Erzähler). Komposition: Johannes Aschenbrenner. Technische Realisation: Wilhelm Hagelberg, Ingrid Traeger und Renate Marschütz. Regieassistenz: Willy Lamster. Regie: Fritz Schröder-Jahn. Produktion: NDR 1964. Redaktion: Michael Becker.

99 Min.
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Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare. "Der Sturm" ist Shakespeares letztes Stück - und wie immer schafft er mit Zauberhand darin eine ganze Welt. Handlungsort ist eine einsame Insel jenseits der Zivilisation, bewohnt von Luftgeistern und erfüllt von schwarzer Magie. Hier strandete einst der Herzog von Mailand, Prospero, mit seiner Tochter Miranda. Sein Bruder Antonio hatte ihn auf dem offenen Meer ausgesetzt - in der Hoffnung auf ein Nimmerwiedersehen. Doch Prospero hat sich inzwischen mit Hilfe seiner Zauberkräfte die Insel zu eigen gemacht, die Hexe Sycorax besiegt, ihren Sohn Caliban zu seinem Diener gemacht und den Geist Ariel erlöst, der seither sein treuer Gefährte ist. Als nun der König von Neapel mit seinem Gefolge und Prosperos Bruder an Bord an der Insel vorbeikommt, lässt Prospero einen schrecklichen Sturm heraufziehen. Das Schiff kentert und die Insassen werden getrennt voneinander zur Insel getrieben. Ferdinand, der Sohn des Königs, schlägt sich allein durch das Dickicht und trifft auf Miranda, die außer ihrem Vater noch keinen Mann gesehen hat. Natürlich verlieben sich die beiden sofort ineinander. Währenddessen treibt Ariel sein tollkühnes Spiel mit der übrigen Schiffsbesatzung, bis sie am Ende alle wieder vor Prospero zusammentreffen. // Der englische Dramatiker William Shakespeare ist wahrscheinlich der bekannteste Dichter der Welt. Während seine Werke in alle gängigen Sprachen übersetzt und weltweit aufgeführt werden, weiß man über sein Leben nur wenig. Selbst das genaue Geburtsdatum von William Shakespeare ist nicht genau überliefert. Wahrscheinlich wurde er aber drei Tage vor seiner Taufe am 26. April 1564 in der nahe Birmingham gelegenen Ortschaft Stratford-upon-Avon geboren. Er stammt offenbar aus einem wohlhabenden Elternhaus: Sein Vater John war Handschuhmacher, Ratsherr und zwischenzeitlich Bürgermeister von Stratford. Seine Mutter Mary stammte aus einer angesehenen katholischen Familie. Die Dokumente über Shakespeares Leben sind ansonsten spärlich: Es gibt kaum Handschriftliches von ihm, keine Berichte von Freunden oder verbürgte Anekdoten. Überliefert ist, dass er nach dem Besuch der örtlichen Lateinschule die Bauerntochter Anne Hathaway heiratete, mit der er drei Kinder bekam. Ab 1592 lebte er in London, schloss sich einer Schauspieltruppe an und etablierte sich als Autor. Er schrieb Komödien, Historiendramen und Tragödien, gelegentlich trat er auch aus Schauspieler auf. Mit 46 Jahren kehrte er nach Statford zurück, wo er seinen Lebensabend verbrachte. Als er am 23. April 1616 starb, verfügte er über einen umfangreichen Besitz. // Mit: Wilhelm Borchert (Prospero), Heidemarie Theobald (Miranda), Ernst Jacobi (Ferdinand), Gisela Matthishent (Ariel), Jochen Brockmann (Caliban), Rudolf Fernau (Alonso), Franz Nicklisch (Gonzalo), Klaus Miedel (Sebastian), Werner Stock (Antonio), Joachim Teege (Trinculo), Horst Bollmann (Stephano), Arnold Marquis (Bootsmann), Heinz Giese (Der Erzähler). Komposition: Johannes Aschenbrenner. Technische Realisation: Wilhelm Hagelberg, Ingrid Traeger und Renate Marschütz. Regieassistenz: Willy Lamster. Regie: Fritz Schröder-Jahn. Produktion: NDR 1964. Redaktion: Michael Becker.

Imogen sitzt in an einem Tisch in einer Höhle. Kupferstich von David Desvachez zu William Shakespeares "Cymbelin".
05.01.2022

William Shakespeare: Cymbelin | Tragikomische Romanze

Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare. Shakespeares tragikomische Romanze "Cymbelin" erschien zuerst in der Gesamtausgabe seiner Werke, der Folio von 1623. Das Stück geht auf eine Novelle in Boccaccios "Decamerone" zurück und kombiniert diese mit historisch überlieferten Figuren. Der titelgebende Cymbelin, der König Britanniens, steht unter dem Einfluss seiner zweiten Frau. Die böse Königin hasst ihre Stieftochter Imogen. Denn Imogen hat heimlich den Edelmann Leonatus geheiratet und nicht Cloten, den Sohn der Königin aus einer früheren Ehe. Aufgehetzt durch seine Frau verbannt Cymeblin seinen Schwiegersohn Leonatus nach Rom. Dort geht er mit dem Italiener Iachimo eine verhängnisvolle Wette um Imogens Treue ein. Aus Britannien zurückgekehrt, behauptet Iachimo, Imogen verführt zu haben und beweist es mit einigen intimen Details. Leonatus fällt auf den Betrug herein. In rasender Eifersucht will er Imogen von seinem Freund Pisanio umbringen lassen. Dieser bringt die Tat aber nicht übers Herz. Stattdessen vertraut er sich Imogen an und rät ihr, als Mann verkleidet nach Italien auf die Suche nach ihrem Ehemann zu gehen. Mittlerweile ist zwischen Rom und Britannien der Krieg ausgebrochen. Zahlreiche Wendungen und Irrwege, Shakespeare-typische Verkleidungen und Verwechslungen münden dennoch in ein märchenhaftes Happy End. Mit: Heinz Giese (Erzähler), Anneliese Römer (Königin), Friedrich Siemers (Leonatus), Brigitte Grothum (Imogen), Konrad Wagner (Cymbelin), Werner Stock (Pisanio), Jörg Cossardt (Edelmann), Helmut Wildt (Cloten), Klaus Miedel (Jachimo), Horst Bollmann (Philario), Eduard Wandrey (Bellarius), u.v.m. Komposition: Siegfried Franz. Technische Aufnahmeleitung: Wilhelm Hagelberg, Günter Ziegler, Edda Kerwien, Anne Zwolle, Lilo Hubert und Lieselotte Engster. Regieassistenz: Paul Paulschmidt. Regie: Fritz Schröder-Jahn. Produktion: NDR 1963. Redaktion: Michael Becker.

95 Min.
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Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare. Shakespeares tragikomische Romanze "Cymbelin" erschien zuerst in der Gesamtausgabe seiner Werke, der Folio von 1623. Das Stück geht auf eine Novelle in Boccaccios "Decamerone" zurück und kombiniert diese mit historisch überlieferten Figuren. Der titelgebende Cymbelin, der König Britanniens, steht unter dem Einfluss seiner zweiten Frau. Die böse Königin hasst ihre Stieftochter Imogen. Denn Imogen hat heimlich den Edelmann Leonatus geheiratet und nicht Cloten, den Sohn der Königin aus einer früheren Ehe. Aufgehetzt durch seine Frau verbannt Cymeblin seinen Schwiegersohn Leonatus nach Rom. Dort geht er mit dem Italiener Iachimo eine verhängnisvolle Wette um Imogens Treue ein. Aus Britannien zurückgekehrt, behauptet Iachimo, Imogen verführt zu haben und beweist es mit einigen intimen Details. Leonatus fällt auf den Betrug herein. In rasender Eifersucht will er Imogen von seinem Freund Pisanio umbringen lassen. Dieser bringt die Tat aber nicht übers Herz. Stattdessen vertraut er sich Imogen an und rät ihr, als Mann verkleidet nach Italien auf die Suche nach ihrem Ehemann zu gehen. Mittlerweile ist zwischen Rom und Britannien der Krieg ausgebrochen. Zahlreiche Wendungen und Irrwege, Shakespeare-typische Verkleidungen und Verwechslungen münden dennoch in ein märchenhaftes Happy End. Mit: Heinz Giese (Erzähler), Anneliese Römer (Königin), Friedrich Siemers (Leonatus), Brigitte Grothum (Imogen), Konrad Wagner (Cymbelin), Werner Stock (Pisanio), Jörg Cossardt (Edelmann), Helmut Wildt (Cloten), Klaus Miedel (Jachimo), Horst Bollmann (Philario), Eduard Wandrey (Bellarius), u.v.m. Komposition: Siegfried Franz. Technische Aufnahmeleitung: Wilhelm Hagelberg, Günter Ziegler, Edda Kerwien, Anne Zwolle, Lilo Hubert und Lieselotte Engster. Regieassistenz: Paul Paulschmidt. Regie: Fritz Schröder-Jahn. Produktion: NDR 1963. Redaktion: Michael Becker.

William Shakespeare
05.01.2022

William Shakespeare: Ein Wintermärchen

Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare. Seit ihrer Kindheit sind Leontes, König von Sizilien, und Polixenes, König von Böhmen, in tiefer Freundschaft miteinander verbunden. Doch nun ist Leontes von krankhafter Eifersucht besessen und verdächtigt seine Frau Hermione, von Polixenes ein Kind zu erwarten. Er klagt sie öffentlich des Ehebruchs an. Niemand an seinem Hof glaubt an Hermiones Schuld. Alle beschwören Leontes, doch zur Vernunft zu kommen. Aber die Warnungen halten ihn nicht davon ab, seine Frau in den Kerker zu werfen und Polixenes zu verfolgen. Das Kind, das im Gefängnis geboren wird, erhält von der Mutter den Namen Perdita, die Verlorene. Es wird von Leontes als Bastard verbannt, an der "Küste Böhmens" ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen. Als auch noch ihr Sohn stirbt, bricht Hermione über ihrem Unglück zusammen. Von bitterster Reue geplagt, aber viel zu spät, sieht Leontes sein Unrecht ein. Zeit vergeht: 16 Jahre später lebt Perdita als einfache Schäferstochter in Böhmen. Eine heimliche Liebe verbindet sie mit dem Sohn des Königs Polixenes. Die menschliche Existenz ist bei Shakespeare, und besonders im "Wintermärchen", ein unberechenbares Glücksspiel. Mit: Max Eckard (Polyxenes, Böhmerkönig), Christian Wolff (Florizel, sein Sohn), Ingrid Andree (Perdita, Florizels Geliebte), Rolf Boysen (Leontes, König von Sizilien), Solveig Thomas (Hermione, seine Gemahlin), Michael Harck (Mamillius), Angelika Hurwicz (Paulina, Hofdame der Hermione), Heinz Klevenow (Camillo, Edelmann am sizilianischen Hof), Joseph Dahmen (Antigonus), Günther Stoll (Cleomenes), Günther Briner (Dion), Fabian Wander (1. Edelmann), Werner Riepel (2. Edelmann), Klaus Höhne (3. Edelmann), Günther Dockerill (Kammerherr), Karl-Heinz Gerdesmann (Richter), Hans Ulrich (Diener), Heinz Reincke (Autolycus), Erich Weiher (Der alte Schäfer), Hans Joachim Rathmann (Der junge Schäfer), Eric Schildkraut (Knecht), Willy Witte (Beamter), Heinz Giese (Der Erzähler). Komposition: Peter Zwetkoff. Technische Realisation: Wilhelm Hagelberg, Gisela Gröning und Ingrid Wentzke. Regieassistenz: Willy Lamster. Regie: Fritz Schröder-Jahn. Produktion: NDR 1964. Redaktion: Michael Becker.

96 Min.
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Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare. Seit ihrer Kindheit sind Leontes, König von Sizilien, und Polixenes, König von Böhmen, in tiefer Freundschaft miteinander verbunden. Doch nun ist Leontes von krankhafter Eifersucht besessen und verdächtigt seine Frau Hermione, von Polixenes ein Kind zu erwarten. Er klagt sie öffentlich des Ehebruchs an. Niemand an seinem Hof glaubt an Hermiones Schuld. Alle beschwören Leontes, doch zur Vernunft zu kommen. Aber die Warnungen halten ihn nicht davon ab, seine Frau in den Kerker zu werfen und Polixenes zu verfolgen. Das Kind, das im Gefängnis geboren wird, erhält von der Mutter den Namen Perdita, die Verlorene. Es wird von Leontes als Bastard verbannt, an der "Küste Böhmens" ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen. Als auch noch ihr Sohn stirbt, bricht Hermione über ihrem Unglück zusammen. Von bitterster Reue geplagt, aber viel zu spät, sieht Leontes sein Unrecht ein. Zeit vergeht: 16 Jahre später lebt Perdita als einfache Schäferstochter in Böhmen. Eine heimliche Liebe verbindet sie mit dem Sohn des Königs Polixenes. Die menschliche Existenz ist bei Shakespeare, und besonders im "Wintermärchen", ein unberechenbares Glücksspiel. Mit: Max Eckard (Polyxenes, Böhmerkönig), Christian Wolff (Florizel, sein Sohn), Ingrid Andree (Perdita, Florizels Geliebte), Rolf Boysen (Leontes, König von Sizilien), Solveig Thomas (Hermione, seine Gemahlin), Michael Harck (Mamillius), Angelika Hurwicz (Paulina, Hofdame der Hermione), Heinz Klevenow (Camillo, Edelmann am sizilianischen Hof), Joseph Dahmen (Antigonus), Günther Stoll (Cleomenes), Günther Briner (Dion), Fabian Wander (1. Edelmann), Werner Riepel (2. Edelmann), Klaus Höhne (3. Edelmann), Günther Dockerill (Kammerherr), Karl-Heinz Gerdesmann (Richter), Hans Ulrich (Diener), Heinz Reincke (Autolycus), Erich Weiher (Der alte Schäfer), Hans Joachim Rathmann (Der junge Schäfer), Eric Schildkraut (Knecht), Willy Witte (Beamter), Heinz Giese (Der Erzähler). Komposition: Peter Zwetkoff. Technische Realisation: Wilhelm Hagelberg, Gisela Gröning und Ingrid Wentzke. Regieassistenz: Willy Lamster. Regie: Fritz Schröder-Jahn. Produktion: NDR 1964. Redaktion: Michael Becker.

Coriolanus in einem Kupferstich von Charles Heath nach Zeichnung von Henry Corbould.
05.01.2022

William Shakespeare: Coriolanus | Tragödie über Krieg und Populismus

Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare. "Coriolanus" wird meist als Letzte der Shakespeareschen Tragödien eingeordnet. Das vermutlich 1609 entstandene Alterswerk liest sich wie ein brandaktueller Politthriller über Krieg und Populismus: In Rom hungert das Volk. Getreide ist zwar genügend vorhanden, doch nur wenige können es bezahlen. Die Regierung muss die Kornspeicher vor Übergriffen schützen, denn man verlangt die sofortige Verteilung. Der Republik droht der Aufstand. Da meldet sich Caius Martius, verdienter Kriegsheld zahlreicher Schlachten, zu Wort. Er verteidigt die Haltung der Regierung - jedoch nicht mit diplomatischem Geschick, sondern mit deutlicher Verachtung des Volkswillens. Angestachelt durch die Schmähung ist das Volk umso mehr entschlossen, sich ein politisches Mitspracherecht zu erkämpfen - als plötzlich die verfeindeten Volsker die Unruhen nutzen, um einen blutigen Feldzug gegen Rom zu beginnen. General Caius Martius zieht mit seinem Heer gegen die angreifenden Volsker in die Schlacht und erkämpft durch großes Geschick den Sieg bei Corioles, was ihm den Titel Coriolan einbringt. Doch als er, zurück in Rom, eine politische Karriere anstrebt, wird ihm seine Selbstherrlichkeit zum Verhängnis. Coriolan beschimpft das Volk und seine Vertreter auf das Übelste und verlässt Rom schließlich, da ihm die Verbannung droht. Der einstige Held ist gefallen doch die Tragödie hat gerade erst begonnen... Mit: Günter Strack (Coriolanus), Joana Maria Gorvin (Volumnia), Julia Fjorsen (Virgilia), Robert Meyn (Menenius), Benno Sterzenbach (Cominius), Joachim Rake (Titus Lartius), Richard Lauffen (Sicinius), Günther Ungeheuer (Brutus), Heinz Klevenow (Aufidius), Herbert A. E. Böhme (Hauptmann des Aufidius). Technische Realisation: Wilhelm Hagelberg, Anne Zwolle und Marianne Abegg. Regieassistenz: Willy Lamster. Regie: Gerlach Fiedler. Produktion: NDR 1966. Redaktion: Michael Becker.

94 Min.
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Hörspiel nach dem gleichnamigen Theaterstück von William Shakespeare. "Coriolanus" wird meist als Letzte der Shakespeareschen Tragödien eingeordnet. Das vermutlich 1609 entstandene Alterswerk liest sich wie ein brandaktueller Politthriller über Krieg und Populismus: In Rom hungert das Volk. Getreide ist zwar genügend vorhanden, doch nur wenige können es bezahlen. Die Regierung muss die Kornspeicher vor Übergriffen schützen, denn man verlangt die sofortige Verteilung. Der Republik droht der Aufstand. Da meldet sich Caius Martius, verdienter Kriegsheld zahlreicher Schlachten, zu Wort. Er verteidigt die Haltung der Regierung - jedoch nicht mit diplomatischem Geschick, sondern mit deutlicher Verachtung des Volkswillens. Angestachelt durch die Schmähung ist das Volk umso mehr entschlossen, sich ein politisches Mitspracherecht zu erkämpfen - als plötzlich die verfeindeten Volsker die Unruhen nutzen, um einen blutigen Feldzug gegen Rom zu beginnen. General Caius Martius zieht mit seinem Heer gegen die angreifenden Volsker in die Schlacht und erkämpft durch großes Geschick den Sieg bei Corioles, was ihm den Titel Coriolan einbringt. Doch als er, zurück in Rom, eine politische Karriere anstrebt, wird ihm seine Selbstherrlichkeit zum Verhängnis. Coriolan beschimpft das Volk und seine Vertreter auf das Übelste und verlässt Rom schließlich, da ihm die Verbannung droht. Der einstige Held ist gefallen doch die Tragödie hat gerade erst begonnen... Mit: Günter Strack (Coriolanus), Joana Maria Gorvin (Volumnia), Julia Fjorsen (Virgilia), Robert Meyn (Menenius), Benno Sterzenbach (Cominius), Joachim Rake (Titus Lartius), Richard Lauffen (Sicinius), Günther Ungeheuer (Brutus), Heinz Klevenow (Aufidius), Herbert A. E. Böhme (Hauptmann des Aufidius). Technische Realisation: Wilhelm Hagelberg, Anne Zwolle und Marianne Abegg. Regieassistenz: Willy Lamster. Regie: Gerlach Fiedler. Produktion: NDR 1966. Redaktion: Michael Becker.

Das Gesicht eines jungen Mannes liegt mit offenen Augen knapp über der Wasseroberfläche.
02.01.2022

Kevin Brooks: Lucas (1/2) | Gefühlsgeladener Krimi

Krimi in zwei Teilen nach dem gleichnamigen Roman von Kevin Brooks. Die Geschichte eines romantischen und grausamen Sommers auf einer Insel, niedergeschrieben von einem jungen Mädchen, das dort lebt und sich in einen Fremden verliebt hat. Der Junge ist anders als die anderen, ein Geheimnis scheint ihn zu umgeben. Während die beiden sich in einer zarten, zauberhaften Liebes-Geschichte wie in einem Traum bewegen, braut sich bei den Inselbewohnern großer Unmut auf. Mit Lisa Hrdina, Stefan Haschke, Burghart Klaußner, SabinTambrea, Tino Mewes, Karoline Teska, Marie Leuenberger, Florian Lukas, Irene Kugler u.v.a.. Übersetzung aus dem Englischen: Uwe-Michael Gutzschhahn. Komposition: Ensemble du Verre. Hörspielbearbeitung: Susanne Hoffmann. Regie: Alexander Schuhmacher. Produktion: NDR 2011. Redaktion: Susanne Hoffmann. Verfügbar bis 27.03.2022.

54 Min.
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Ein leuchtendes Rotlicht im Radio-Studio.
29.12.2021

Mark Watson: Elf Leben | Lebensmüder Exzentriker findet zur Liebe

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Mark Watson. Xavier Ireland, Radiomoderator, Mitte 30, Turnier-Scrabble-Spieler, lebensmüder Exzentriker, lässt sich allabendlich in seiner Sendung von den Schlaflosen zutexten, denen er freundliche Ratschläge spendet. Ansonsten stolpert er blind und taub durch die Landschaft. Zufällig löst er eine Lawine von Ereignissen aus. Wie sich Xaviers Indifferenz auflöst, er schließlich über die Konfrontation mit seiner eigenen, traumatischen Geschichte zur Liebe findet, erzählt Mark Watson mit Witz, Ironie und Intelligenz. Übersetzung aus dem Englischen: Stefanie Jacobs. Mit Friedhelm Ptok, Markus Meyer, Jens Wawrczeck, Katharina Matz, Veit Stübner, Franz Ferdinand Möller-Titel, Maja Schöne, Katja Danowski, Maria Magdalena Wardzinska, Jörg Pohl, Steffen Siegmund u.v.a.. Regie: Irene Schuck. Produktion: NDR 2015. Redaktion: Susanne Hoffmann.

65 Min.
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Portraitfoto von B. Traven mit schwarzem Balken vor den Augen.
22.12.2021

B. Traven | Suche nach der wahren Identität eines legendären Autors

Eine Hörspiel-Spurensuche von Frédéric Sonntag. B. Traven, gefeierter Autor von "Das Totenschiff" und "Der Schatz der Sierra Madre", Meister der Pseudonyme und falschen Fährten, ist der Konzentrations- und Fluchtpunkt der fünf Geschichten, die Frédéric Sonntag in einem wahren Parforceritt durch das unruhige 20. Jahrhundert miteinander verzahnt und verschachtelt. Sonntags Stück springt von einem Auswandererschiff im Ersten Weltkrieg ins Mexiko der 1970er Jahre, von der Pariser Hausbesetzer- und Künstlerszene ins Hollywood der McCarthy-Ära und weiter in die Gegenwart - und immer ist ein Krieg, ein Aufstand, eine Revolution in greifbarer Nähe. Historische Figuren und Ereignisse mischen sich mit Fiktion und Spekulation, Querverbindungen werden geschlagen und Zusammenhänge aufgemacht. Mit: Julia Riedler als Alex, Effi Rabsilber als Glenda Trumbo, Rosa Thormeyer als Elisa, Malù, Luchador, Maske und Drehbuchautorin, Astrid Meyerfeldt als Rosa Elena, FBI-Agentin und Maske, Lisa Hagmeister als Annabelle, Sebastian Zimmler als Lester und Arthur Cravan, Sebastian Urzendowski als Olivier, Drehbuchautor, Produzent, FBI-Agent und Maske. Jonas Nay als Yann, El Santo, Luchador, Edward Pynger und am Klavier, Michael Engler als Dalton Trumbo, Raph, Luchador, Philip Agee, Lawrence Hill und an der Gitarre, Peter Kaempfe als Leo Trotzki, Dr.Marin, John Huston, FBI-Agent und Produzent, Und:  Katja Brügger als Zapata. Aus dem Französischen von Yvonne Griesel. Ton und Technik: Manuel Glowczewski  und Philipp Neumann. Regieassistenz: Sarah Veith. Bearbeitung und Regie: Christiane Ohaus. Dramaturgie: Michael Becker. Produktion: Norddeutscher Rundfunk 2021. Verfügbar bis 16.06.2022. ndr.de/radiokunst

91 Min.
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Eine Hörspiel-Spurensuche von Frédéric Sonntag. B. Traven, gefeierter Autor von "Das Totenschiff" und "Der Schatz der Sierra Madre", Meister der Pseudonyme und falschen Fährten, ist der Konzentrations- und Fluchtpunkt der fünf Geschichten, die Frédéric Sonntag in einem wahren Parforceritt durch das unruhige 20. Jahrhundert miteinander verzahnt und verschachtelt. Sonntags Stück springt von einem Auswandererschiff im Ersten Weltkrieg ins Mexiko der 1970er Jahre, von der Pariser Hausbesetzer- und Künstlerszene ins Hollywood der McCarthy-Ära und weiter in die Gegenwart - und immer ist ein Krieg, ein Aufstand, eine Revolution in greifbarer Nähe. Historische Figuren und Ereignisse mischen sich mit Fiktion und Spekulation, Querverbindungen werden geschlagen und Zusammenhänge aufgemacht. Mit: Julia Riedler als Alex, Effi Rabsilber als Glenda Trumbo, Rosa Thormeyer als Elisa, Malù, Luchador, Maske und Drehbuchautorin, Astrid Meyerfeldt als Rosa Elena, FBI-Agentin und Maske, Lisa Hagmeister als Annabelle, Sebastian Zimmler als Lester und Arthur Cravan, Sebastian Urzendowski als Olivier, Drehbuchautor, Produzent, FBI-Agent und Maske. Jonas Nay als Yann, El Santo, Luchador, Edward Pynger und am Klavier, Michael Engler als Dalton Trumbo, Raph, Luchador, Philip Agee, Lawrence Hill und an der Gitarre, Peter Kaempfe als Leo Trotzki, Dr.Marin, John Huston, FBI-Agent und Produzent, Und:  Katja Brügger als Zapata. Aus dem Französischen von Yvonne Griesel. Ton und Technik: Manuel Glowczewski  und Philipp Neumann. Regieassistenz: Sarah Veith. Bearbeitung und Regie: Christiane Ohaus. Dramaturgie: Michael Becker. Produktion: Norddeutscher Rundfunk 2021. Verfügbar bis 16.06.2022. ndr.de/radiokunst

Mario Adorf in der Verfilmung von "Das Totenschiff".
22.12.2021

B. Traven: Das Totenschiff | Geschichte eines Seemanns

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von B. Traven. Bill, ein amerikanischer Seemann, ist einer der Verlorenen, die von einem Land ins andere abgeschoben werden. Keine Papiere, keine Rechte, keine Heimat. Ein dummer Zufall, ein Mädchen in irgendeinem Hafen im alten Europa, eine durchbummelte Nacht: Das Schiff dampfte ab, mit den Papieren, die in den Augen der Behörden allein die menschliche Existenz ermöglichen. Die letzte Station von Bill ist ein verrosteter Pott irgendwo auf See, im Sturm. Weltberühmt wurde B. Traven mit seinem später auch verfilmten Roman "Das Totenschiff". Um das Leben des sozialengagierten Schriftstellers ranken sich bis heute Legenden. Von einigen dieser Legenden erzählen wir in dem Hörspiel "B. Traven" von Frédéric Sonntag. In dieser von Christiane Ohaus inszenierten, komplexen Spurensuche wird der große Erzähler Traven zum Symbol eines Freiheit und Unabhängigkeit suchenden intellektuellen Anonymus des 20. Jahrhunderts. Mit Peter Mosbacher, Willy Schweissguth, Marianne Wischmann, Carl Voscherau, Hermann Schomberg u.v.a.. Bearbeitung: Ernst Schnabel. Komposition: Winfried Zillig. Regie: Ludwig Cremer. Produktion: NWDR Hamburg 1946. Redaktion: Michael Becker.

70 Min.
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