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Organisiertes Verbrechen - Recherchen im Verborgenen

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Deutschland ist ein Geldwäsche-Paradies, sagen Experten und fordern strengere Maßnahmen, beispielsweise eine Obergrenze für das Bezahlen mit Bargeld. Eine Recherche von NDR Info macht deutlich, wie genau internationale Geldwäsche-Netzwerke auch Deutschland für die kriminellen Geschäfte nutzen. Die Reporter begeben sich auf die Spur des Schmutzigen Geldes. Sie treffen Profi-Geldwäscher und mutmaßliche Hisbollah-Mitglieder und recherchieren im Libanon und in Westafrika. Mit Experten ordnen sie die Ergebnisse der Recherche ein.

Alle Episoden

Bremerhaven: Zwei Zollbeamte halten während der Jahresbilanzpressekonferenz des Hauptzollamts Bremen Kokainpackungen (Attrappen)
22.06.2021

Die Kokain-Welle (1/3): Wie eine Droge Europa flutet

Bart De Wever fürchtet um sein Leben. Der Bürgermeister von Antwerpen hat Drogenbanden den Kampf angesagt. Jetzt benötigt er Polizeischutz. Erst kürzlich haben Einsatzkräfte Männer mit geladenen Waffen in der Nähe von De Wevers Haus festgenommen. NDR-Info Reporter Benedikt Strunz ist zu ihm nach Antwerpen gefahren. Mit De Wever hat er darüber gesprochen, wie das belgische Antwerpen zum Kokain-Hotspot werden konnte und welche Folgen es hat, wenn organisierte Kriminelle mit riesiger Finanzkraft in einer Stadt aktiv werden. Ein Problem, das Kokain in ganz Europa mit sich bringt. Das Bundeskriminalamt spricht sogar von einer Kokain-Welle, die Europa gerade überflutet. Wahrscheinlich nur die Spitze des Eisberges - ein Megafund von 16 Tonnen Kokain, die Hamburger Zöllner im Februar 2021 beschlagnahmt haben. In der dritten Staffel ("Die Kokainwelle") des Podcast "Organisiertes Verbrechen - Recherchen im Verborgenen" geben die Reporter Philipp Eckstein, Volkmar Kabisch und Benedikt Strunz Einblicke in ihre aufwendigen Recherchen zum globalen Kokainhandel. Sie wollen wissen, wer die Hinterleute der Milliarden-Deals sind und wie professionelle Drogenbanden arbeiten.

29 Min.
Päckchen mit je einem Kilo Kokain liegen mit Bananen in einer Bananenkiste
22.06.2021

Die Kokain-Welle: Albanische Banden (3/3)

Sie sind in kurzer Zeit sehr mächtig geworden: albanische kriminelle Banden, die im Kokain-Handel mitmischen. Bester Beweis für ihre neue Größe ist das Ermittlungsverfahren ‚Paraguay‘, in das die Reporter Benedikt Strunz und Volkmar Kabisch Einblick hatten. Ausgangspunkt für die aufwendigen Ermittlungen waren 200 Kilogramm Kokain in Bananenkisten, doch das war nur der Anfang… Am Ende war klar, albanische Kriminelle sind mittlerweile, neben lateinamerikanischen Drogen-Kartellen und der italienischen Mafia zu einem bedeutenden Player auf dem globalen Kokainmarkt geworden. Und sie könnten auch zur Gefahrfür die Demokratie werden. Denn das Anwachsen Organisierter Kriminalität mit Gewalt und Korruption kann demokratische Prozesse ins Stocken bringen. So sagt es der Strafrechtsprofessor Arndt Sinn im 3. Teil der Podcast-Staffel "Die Kokain-Welle".

35 Min.
Eine Person hält ein Bündel mit Geldscheinen in einer Hand mit Handschuhen.
21.02.2021

Die Libanon-Connection (2/3)

Im September 2015 steuert der Münsteraner Uhrenhändler Ali Z. einen alteingesessenen Münsteraner Juwelier an. In seiner Hand trägt er eine Discounter-Tüte, vollgestopft mit Bargeld. Ali Z. kauft allein an diesem Tag problemlos Luxusuhren im Wert von 300.000 Euro. Französische Ermittler sind überzeugt, dass Z. der Mittelsmann eines global agierenden Netzwerks ist, das mit Hilfe der Terrororganisation Hisbollah im ganz großen Stil Kokain-Geld wäscht. Die Reporter begeben sich in Folge zwei auf die Spur des schmutzigen Geldes und entschlüsseln, wie Uhren und Autos unauffällig aus Deutschland geschmuggelt werden. Für ihre Recherchen nehmen sie auch Kontakt mit dem Profigeldwäscher Ali Z. auf, der sie zu einem Interview in Paris treffen will. Alle Podcast-Folgen "Organisiertes Verbrechen - Recherche im Verborgenen" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4992.html

26 Min.
Auf vielen Geldscheinen liegt eine Pistole
15.02.2021

Die Libanon-Connection (1/3)

Im Sommer 2015 stoppen Polizisten an der deutsch-belgischen Grenze eine Mercedes-C-Klasse. In dem Wagen befinden sich zwei junge Männer, die nur eine Sporttasche dabei haben. Als die Polizisten die Tasche öffnen, finden sie darin 500.000 Euro Bargeld. Was die Beamten zu diesem Zeitpunkt nicht wissen: vor ihnen stehen gerade zwei Vertreter eines global agierenden Geldwäschenetzwerkes, das auf fünf Kontinenten aktiv ist. Und das nicht nur mit Narco-Kartellen sondern auch mit Terroristen zusammenarbeiten soll. In den neuen Folgen von "Organisiertes Verbrechen" recherchieren die NDR-Reporter in Westafrika und im Nahen Osten, immer auf der Spur des schmutzigen Geldes. Alle Podcast-Folgen "Organisiertes Verbrechen - Recherche im Verborgenen" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4992.html

27 Min.
Auf einem Smartphone ist ein bargeldloser Bezahlvorgang zu sehen.
08.02.2021

Der große Sprung (3/3)

Sind mexikanische Drogenkartelle im Begriff, sich in Europa zu etablieren? Eine Vorort-Recherche in Mexiko scheint diesen Eindruck zu verfestigen. Der Narco-Experte Prof.- Dr. Günther Maihold (Stiftung Wissenschaft und Politik) sieht in der Entwicklung eine ernste Herausforderung für die europäischen Sicherheitsbehörden. Im Sommer 2020 entdecken niederländische Polizisten bei einer Razzia Container mit Zahnarztstuhl, Handschellen, Kneifzangen und Lötkolben. Es handelt sich um improvisierte Gefängniszellen und um eine Folterkammer. In dieser Folge geht es auch darum, wie die Ermittler die verschlüsselten Gespräche abhören konnten. Günther Maihold von der Stiftung Wissenschaft und Politik https://www.swp-berlin.org/wissenschaftler-detail/guenther-maihold/ Alle Podcast-Folgen "Organisiertes Verbrechen - Recherche im Verborgenen" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4992.html

32 Min.
Das Logo von Instagram auf einem Screen.
08.02.2021

Der große Sprung (2/3)

Für ihre Recherchen besuchen die NDR Reporter auch ein Drogenlabor für Crystal Meth in Holland. Dabei wird klar, dass die mexikanischen Meth-Köche keineswegs zufällig in Europa auftauchen. Sie bringen Wissen in die Niederlande, über das europäische Kriminelle bislang nicht verfügt haben. Im Podcast erklären Benedikt Strunz und Philipp Eckstein, wie sie recherchiert haben und machen deutlich, wie sie den Drogenköchen und ihren Hintermännern auf die Spur gekommen sind. Zum Beispiel über Facebook und Instagram. Die Spur führt nach Culiacan, einer Stadt im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa. Die NDR Reporter haben zusammen mit Forbidden Stories am #CartelProject recherchiert https://forbiddenstories.org/ Alle Podcast-Folgen "Organisiertes Verbrechen - Recherche im Verborgenen" https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4992.html

29 Min.