PULS

PULS Musikanalyse

Pop und Szene

PULS Musikanalyse ist der Podcast für alle, die Musik nicht nur hören, sondern auch darüber reden wollen. Die beiden Hosts Fridl Achten und Tamara Güclü treffen sich jede Woche zum Deep Talk über gesellschaftlich relevante Themen in der Musik, diskutieren zusammen mit Expert*innen neue Trends und stellen Musiker*innen Fragen rund um ihr Schaffen. Warum haben so viele junge Musiker*innen Depressionen? Wie wird in der Musik mit Drogen umgegangen? Und (wie) hat sich die Situation von Frauen im Musikbusiness verändert? Im Gespräch unter Musikliebhaber*innen geben wir die Antworten auf die brennenden Fragen, die keine Playlist beantworten kann.

Alle Episoden

24.09.2021

#04 Mehr als Madonna oder Hure - das Frauenbild im Pop mit Alli Neumann

"Sex sells” ist als Vermarktungsstrategie so alt wie das Musikgeschäft selbst. Gerade an weibliche Artists werden und wurden schon immer Erwartungen gestellt, die auf sexistische Rollenbilder zurückgehen.Eine Loslösung von diesen veralteten Frauenbildern ist längst überfällig. Eine Musikerin, die sich aktiv dafür einsetzt, ist Alli Neumann, die auf ihrem Debütalbum "Madonna Whore Komplex” über ihre persönliche Emanzipation singt.Wir haben mit Alli Neuman über die Bedeutung des sogenannten Madonna-Hure-Komplexes gesprochen sowie darüber, wie sich der Begriff in der Musikindustrie widerspiegelt. Außerdem erzählt uns Alli, wie Frauen wie Madonna und Nina Hagen sie inspiriert haben, sich gegen patriarchale Strukturen zu wehren und letztendlich verkalkte Rollenbilder aufzubrechen.

30 Min.
17.09.2021

#03 Komplett im Arsch? Warum Punk ein Nachwuchsproblem hat

Punk ist bekanntlich nicht tot zu kriegen. Besonders frisch und lebendig wirkt die deutsche Punk Szene aber gerade nicht: die Mitglieder der größten Bands sind oft schon Ü50 und das Publikum ebenso. Wo bleibt also die neue Generation Deutschpunk? Warum kommt da so wenig nach? Woran liegt es, dass sich junge Menschen scheinbar nicht mehr mit Punk als Musik und Lebensphilosophie identifizieren können? Darüber haben wir mit zwei Frauen gesprochen, die sich mit Punk sau gut auskennen: Sarah von der Nürnberger Punkband Akne Kid Joe und Ronja Schwikowski vom Plastic Bomb Fanzine. Wie Deutschpunk die Verjüngungskur doch noch schaffen könnte und welches Potenzial Punk immer noch hat, das erfahrt ihr in dieser Folge.

52 Min.
10.09.2021

#02 Wie sich das Standing von Producer:innen verändert hat (prod. by Jugglerz, KazOnDaBeat und PVLACE)

Früher waren Producer:innen oft die ungesehenen Geister im Studio. Mittlerweile aber bekommen sie immer mehr Anerkennung für ihre Arbeit und werden immer häufiger als eigenständige Artists wahrgenommen.Wie und warum sich das Standing von Producer:innen im Rap geändert hat, darüber sprechen wir in dieser Folge mit drei sehr erfolgreichen Producern aus Deutschland: Meska von den Jugglerz, die u.a. Bausas "Was Du Liebe Nennst” mitproduziert haben, New-Wave-Producer KazOnDaBeat, der zum Beispiel mit BHZ oder Layla arbeitet, und Newcomer PVLACE, der für internationale Größen wie Young Thug und Future Beats baut.Mit ihnen diskutieren wir über die Notwendigkeit von Credits auf Streamingplattformen, die Legitimität von Producertags und ob Produzent:innen sich mittlerweile öffentlichkeitswirksam inszenieren müssen wie andere Artists.

56 Min.
03.09.2021

#01 Vom Underdog zum Overdog: Coming of Age mit Drangsal

Erwachsenwerden ist ein schier endloser Struggle und deshalb auch Dauerthema in der Musik. Künstler wie zum Beispiel Casper und Schmyt thematisieren schon immer ihr Außenseiterdasein: sportliches Versagen, unerwiderte Liebe, ein bisschen Rebellion und die generelle Angst vor dem, was kommt. Über seinen musikalischen Coming-of-Age-Prozess sprechen wir mit einem, der sich für sein neues Album "Exit Strategy" intensiv mit sich selbst auseinandergesetzt hat: Max Gruber aka Drangsal. Was "Coming of Age" für ihn bedeutet und wie er sich mithilfe von Musik vom Underdog zum Overdog entwickelt hat, erzählt er uns in dieser Folge. Außerdem gibt's jede Menge Musiktipps von Drangsal und von uns, die einen halbwegs safe durch die Teenie-Zeit bringen - und auch danach noch Bock machen.

45 Min.