Verurteilt! Der Gerichtspodcast · hr

hr

Verurteilt! Der Gerichtspodcast

Info

Der Gerichtspodcast mit Heike Borufka und Basti Red: Die hr-Gerichtsreporterin und der Podcaster sprechen über echte Kriminalfälle, echte Gerichtsurteile, das echte Leben und das deutsche Justizsystem.

Alle Episoden

15.09.2021

Verurteilt! (52): Die dreifache Babymörderin

Woran starben die drei Babys von Natalija M.? Über Jahre hinweg beschäftigen sich Polizei und Staatsanwaltschaft in Mittelhessen mit dieser Frage. Dreimal wird Natalja. M. Mutter und immer wieder sterben die Kinder nach wenigen Wochen. Plötzlicher Kindstod lautet die erste Diagnose in allen Fällen. Auch die Obduktionen ergeben zunächst keine Auffälligkeiten. Doch ein Gießener Rechtsmediziner bleibt hartnäckig: Dreimal plötzlicher Kindstod ist statistisch nahezu ausgeschlossen. Schon bald richtet sich ein schrecklicher Verdacht gegen die Mutter: Hat Natalja M. ihre drei Kinder umgebracht? Und wenn ja, warum? Das Landgericht Limburg verurteilt sie 2012 wegen Totschlags zu 13 Jahren. Die Staatsanwaltschaft geht in Revison. Im Jahr darauf wird sie wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

59 Min.
12.05.2021

Schrauben gelockert, Merkel erpresst | True Crime um einen versuchten Mord

Im März 2020 bemerkt ein Lokführer das veränderte Fahrverhalten seines ICE auf der Theißtalbrücke bei Niedernhausen. Und tatsächlich Auf einer Länge von 83 Metern sind Schrauben gelockert. Bis dato sind bereits fast 400 Züge mit bis zu 300 Stundenkilometern über die Brücke gefahren. Bald darauf nimmt die Polizei einen 52-Jährigen fest. Der Mann hatte Briefe mit Hinweisen auf die Sabotage an Bundeskanzlerin Merkel geschickt. Wegen versuchten Mordes und gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr klagt ihn die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Wiesbaden an. Er habe aus Geltungssucht und heimtückisch gehandelt. Anfang 2021 wird der Mann verurteilt: zu neun Jahren und 10 Monaten wegen versuchten Mordes.

60 Min.
28.04.2021

Verurteilt! (43): Ehefrau im Müll entsorgt

Ende Oktober 2019 wird die 43 Jahre alte Iryna U. aus Frankfurt-Nied als vermisst gemeldet. Von ihrem Ehemann. Wenige Wochen später wird er selbst festgenommen und zwar wegen Mordverdachts. Im April 2021 verurteilt ihn das Frankfurter Landgericht zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Wegen Mordes. Der 38-Jährige hat die Tat bis zum Schluss bestritten. Staatsanwaltschaft und Gericht sind aber davon überzeugt: Er hat seine Ehefrau getötet, weil er die Wohnung für sich, seine schwangere Geliebte und deren 2 Kinder haben wollte. Wie er Iryna U. getötet hat, darüber gibt es nur Spekulationen. Denn von ihrer Leiche tauchten nur noch drei Kochenfragmente auf - auf der Mülldeponie in Flörsheim-Wicker in der Nähe von Frankfurt am Main.

67 Min.
31.03.2021

Verurteilt! (41): Messermord im Hundepark

Im Mai 2018 wird im Frankfurter Niddapark eine Tote gefunden. Sie ist stark entstellt. Ihr Mörder hat mindestens 21mal zugestochen. Es dauert einige Tage, bis klar ist, dass es sich bei der Toten um die 29 Jahre alte Irina A. handelt. Kurz danach wird ihr ehemaliger Geschäftspartner als mutmaßlicher Täter festgenommen. Der 50-Jährige ist bekannt, ein Frankfurter Szenegastronom. Er soll sie getötet haben, weil er Schulden bei ihr hatte. Er bestreitet die Tat. Im März 2020 verurteilt ihn das Landgericht Frankfurt wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Er habe heimtückisch getötet, weil er sich seiner Schulden entledigen wollte. Der mutmaßliche Mörder und sein Opfer sollen Anfang 2017 noch gemeinsam den so genannten Sexmob erfunden haben. Sie hatten ein Jahr nach der Silvesternacht von Köln Medien von ähnlichen Übergriffen von Migranten in ihrer Bar bereichtet. Doch das war erfunden. Eine Woche nach ihrem Tod hätten sie sich deshalb vorm Amtsgericht Frankfurt verantworten müssen.

65 Min.