Verurteilt! Der Gerichtspodcast · hr

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Verurteilt! Der Gerichtspodcast

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Der Gerichtspodcast mit Heike Borufka und Basti Red: Die hr-Gerichtsreporterin und der Podcaster sprechen über echte Kriminalfälle, echte Gerichtsurteile, das echte Leben und das deutsche Justizsystem.

Alle Episoden

24.11.2021

Vater der Hanau-Morde | True Crime über Beleidigung

Verurteilt! (55) | Am 19. Februar 2020 erschießt der 43-Jährige Tobias R. aus rassistischen Motiven neun Hanauer. Danach tötet er seine Mutter, dann sich selbst. 20 Monate später steht sein Vater vor Gericht. Wegen drei Fällen der Beleidigung. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er habe Hinterbliebene der Opfer unter anderem wilde Fremde genannt, ein Spezialeinsatzkommando der Polizei als Terrorkommando bezeichnet und dem Hanauer Oberbürgermeister Wahlbetrug unterstellt. Was dann vor dem Amtsgericht Hanau passiert, ist ziemlich einmalig. Der Angeklagte kommt erst nicht, wird dann mit Gewalt von der Polizei geholt und nutzt schließlich den Prozess als Bühne. Nach rund zwölf Stunden endet die denkwürdige Verhandlung dann doch noch mit einem Urteil: Die Richterin verhängt gegen den 74-Jährigen eine Gesamtgeldstrafe von 5400 Euro.

63 Min.
10.11.2021

Die Sex-Falle | True Crime über einen brutalen Besuch

Sie kommen mit dem Versprechen auf Sex. Kaum sind die zwei Frauen in der Wohnung des wohlhabenden 50-Jährigen, verschaffen sie einer Dritten Zutritt. Dann stoßen sie ihn zu Boden, obwohl sie wissen, dass er wegen eines Bandscheibenvorfalls ein Korsett trägt. Sie treten den 4 Monate alten Hundewelpen, stehlen einen Saugroboter, zwei Designer-Sonnenbrillen und die beiden Pässe des Mannes. Anschließend zerstören die Frauen ein wertvolles Teleskop und zerschlagen das Geschirr. So steht es in der Anklageschrift, die im September 2021 vor einem Frankfurter Schöffengericht verlesen wird. Darin kommt einiges zusammen: gemeinschaftlich begangener Raub, Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Sachbeschädigung. Aber stimmt das wirklich?

48 Min.
27.10.2021

Der Todesenkel | True Crime über einen Doppelmord

Anfang 2007 erschlägt Torsten W. seine Großmutter und ihren Lebensgefährten, weil er Geld für seinen bereits gebuchten Skiurlaub benötigte. Die Großmutter wollte ihm diesmal aber nichts geben. Also geht er mit ihr in den Keller und erschlägt die 83-Jährige mit einem Hammer. Damit der 78 Jahre alte Lebensgefährte der Oma ihn nicht verraten kann, muss auch er sterben. Torsten W. nimmt die Kreditkarte der Oma, hebt 1500 Euro für den Skiurlaub ab und fährt nach Tirol ins Zillertal. Doch seine Handydaten, gefundene Kleidung im Altkleidercontainer und ein Foto vom Geldautomaten lenken den Verdacht auf ihn. Im Prozess räumt der Angeklagte Stück für Stück die die Tat ein. Das Landgericht Frankfurt verurteilt ihn Ende August 2007 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, stellt die besondere Schwere der Schuld fest und sieht gleich drei Mordmerkmale: Habgier, Heimtücke und die Ermöglichung einer Straftat.

62 Min.
15.09.2021

Verurteilt! (52): Die dreifache Babymörderin

Woran starben die drei Babys von Natalija M.? Über Jahre hinweg beschäftigen sich Polizei und Staatsanwaltschaft in Mittelhessen mit dieser Frage. Dreimal wird Natalja. M. Mutter und immer wieder sterben die Kinder nach wenigen Wochen. Plötzlicher Kindstod lautet die erste Diagnose in allen Fällen. Auch die Obduktionen ergeben zunächst keine Auffälligkeiten. Doch ein Gießener Rechtsmediziner bleibt hartnäckig: Dreimal plötzlicher Kindstod ist statistisch nahezu ausgeschlossen. Schon bald richtet sich ein schrecklicher Verdacht gegen die Mutter: Hat Natalja M. ihre drei Kinder umgebracht? Und wenn ja, warum? Das Landgericht Limburg verurteilt sie 2012 wegen Totschlags zu 13 Jahren. Die Staatsanwaltschaft geht in Revison. Im Jahr darauf wird sie wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

59 Min.
12.05.2021

Schrauben gelockert, Merkel erpresst | True Crime um einen versuchten Mord

Im März 2020 bemerkt ein Lokführer das veränderte Fahrverhalten seines ICE auf der Theißtalbrücke bei Niedernhausen. Und tatsächlich Auf einer Länge von 83 Metern sind Schrauben gelockert. Bis dato sind bereits fast 400 Züge mit bis zu 300 Stundenkilometern über die Brücke gefahren. Bald darauf nimmt die Polizei einen 52-Jährigen fest. Der Mann hatte Briefe mit Hinweisen auf die Sabotage an Bundeskanzlerin Merkel geschickt. Wegen versuchten Mordes und gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr klagt ihn die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Wiesbaden an. Er habe aus Geltungssucht und heimtückisch gehandelt. Anfang 2021 wird der Mann verurteilt: zu neun Jahren und 10 Monaten wegen versuchten Mordes.

60 Min.